Flexirente: Ausgleich von Rentenabschlägen

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Der Ausgleich von Abschlägen bei vorzeitig bezogenen Altersrenten ist nach dem Flexirentengesetz ab 1. Juli 2017 früher möglich.

Wird eine Altersrente bereits vor Erreichen der Regelaltersgrenze bezogen, ist der Rentenbezug mit Abschlägen in Höhe von 0,3 % je Monat der vorzeitigen Inanspruchnahme der Rente verbunden. Die Abschläge gleichen die Kosten der Rentenversicherung für den längeren Rentenbezug aus.

Bereits nach aktuellem Recht besteht die Möglichkeit, die Rentenabschläge für die vorzeitige Inanspruchnahme einer Altersrente durch eine zusätzliche Beitragszahlung ganz oder teilweise auszugleichen. Diese Möglichkeit wird jedoch nur selten in Anspruch genommen (rd. 1.000 Fälle pro Jahr), da ein relativ hoher Beitrag zu zahlen ist und die Beitragszahlung grundsätzlich erst ab dem 55. Lebensjahr erfolgen kann.

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Besondere Rentenauskunft einholen

Die Höhe der Beitragszahlung hängt dabei vom Umfang der Rentenminderung und der Dauer der vorzeitigen Inanspruchnahme der Rente ab. Der Ausgleichsbetrag steigt, je höher der auszugleichende Abschlag ist und je früher die Rente in Anspruch genommen wird. Um die exakte Höhe des Ausgleichsbetrags zu erfahren, sollte man eine "besondere Rentenauskunft" bei der Deutschen Rentenversicherung einholen.

Die besondere Rentenauskunft enthält die voraussichtliche Rentenhöhe der Altersrente, die Rentenminderung wegen der vorzeitigen Inanspruchnahme und den Betrag, der zum Ausgleich der Rentenminderung freiwillig gezahlt werden könnte.

Die Beitragszahlung kann auch in Teilzahlungen erfolgen. Dabei sind bis zu zwei Teilzahlungen pro Jahr möglich.Durch das Flexirentengesetz wird eine größere zeitliche Streckung der Beitragszahlung ermöglicht. Hiernach kann ab 1. Juli 2017 die Beitragszahlung bereits ab dem 50. Lebensjahr erfolgen. Damit sollen die Versicherten früher und flexibler ihren Ausstieg aus dem Erwerbsleben planen und die finanziellen Folgen des vorgezogenen Rentenzugangs verringern können.

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Arbeitgeberfinanzierte Ausgleichszahlungen besonders bevorteilt

Beteiligt sich der Arbeitgeber an der Beitragszahlung, sind 50 % der Beiträge steuer- und beitragsfrei ( § 3 Nr. 28 EStG und § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SvEV ).

Wird eine Abfindungszahlung wegen der Beendigung der Beschäftigung zweckgebunden für eine Ausgleichszahlung gewährt, kann der vollständige Beitrag beitragsfrei gewährt werden.

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