Flexi-Rente: Rente ab 60, Arbeit bis 70

 - 

Eine hohe Beschäftigungsquote Älterer ist das Ziel von Bundesarbeits- und -sozialministerin Andrea Nahles. Neue Regeln für einen flexiblen Renteneintritt sollen dazu beitragen.

Eine Arbeitsgruppe der Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD erstellt die Rahmenbedingungen für einen flexibleren Übergang in die Rente. Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) kündigte am 11.9.2014 in der Haushaltsdebatte des Deutschen Bundestags erste konkrete Vorschläge für den Dezember an. Wie die geplante Flexi-Rente aussehen könnte, sagte die Ministerin nicht.

Dagegen warnte der CSU-Abgeordnete Stephan Stracke vor Forderungen nach einem Renteneinstieg ab dem 60. Lebensjahr, wie es der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) vorgeschlagen hatte. Ein so früher Einstieg in die Flexi-Rente wäre ein Irrweg. Ein Korridor für die Flexi-Rente von 63 bis 67 Jahren wäre breit genug angelegt. Ein Renteneinstieg mit 60 Jahren würde dagegen zu Abschlägen von 25,2 Prozent (auf sieben Jahre gerechnet) führen, die sich bestenfalls Besserverdienende leisten könnten. Der CDU-Abgeordnete Mark Helfrich warnte ebenfalls vor Anreizen für einen frühen Renteneinstieg. Eine weitere Verkleinerung der Arbeitskräftebasis dürfe es nicht geben.

Der vom Wirtschaftsflügel der Union in das Rentenpaket hineinverhandelte Einstieg in die Flexi-Rente bietet in dessen Augen eine Möglichkeit, den wachsenden Fachkräftemangel zu lindern. Gleichzeitig könnten ältere Arbeitnehmer ihre Rente dadurch aufbessern, dass sie als Rentner weiterhin berufstätig seien.

Dafür will die Politik jetzt Anreize setzen. Beispielsweise könnten die bisher bei einer Weiterbeschäftigung trotz Rentenbezugs vom Arbeitgeber zu zahlenden Beiträge zur Rentenversicherung und zur Arbeitslosenversicherung an den weiterarbeitenden Rentner mit dem Gehalt ausgezahlt werden. Im Extremfall könnte die künftige Flexi-Rente so aussehen, dass man ab 60 Jahren eine Altersrente bezieht und trotzdem bis zum 70. Geburtstag weiterarbeitet.

Weitere News zum Thema

  • Hinterbliebenenrente: Die Probleme einer kurzen Ehedauer

    [] (verpd) Wenn ein Paar jahrelang unverheiratet zusammenlebt und erst dann heiratet, wenn bei einem Partner eine unheilbare Krankheit festgestellt wurde, müssen bei der Beantragung einer Hinterbliebenenrente gute Gründe vorgebracht werden, warum erst zu diesem Zeitpunkt geheiratet wurde. Gelingt dies nicht, gilt die Ein-Jahres-Frist. Dies hat der 21. Senat des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg in einem Urteil entschieden (Az. L 27 R 135/16). mehr

  • Die Lebenserwartung steigt weiter

    [] (verpd) Im Jahr 2017 neugeborene Jungen haben eine statistische Lebenserwartung von 84 bis fast 90 Jahren, neugeborene Mädchen von 88 bis rund 93 Jahren. Dies zeigen die kürzlich vorgelegten Modellrechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). mehr

  • Immer mehr werden ein hohes Alter erreichen

    [] (verpd) Wie die Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung vor Kurzem bekannt gaben, wird aller Voraussicht nach ein hoher Anteil der Neugeborenen, aber auch der heute 25- oder 50-Jährigen, mindestens 85 Jahre alt werden. Hält der Trend der letzten Jahrzehnte bezüglich der Lebenserwartung an, werden von jeweils aktuell 100 neugeborenen Mädchen 28 und von 100 neugeborenen Jungen sieben 100 Jahre alt oder älter. mehr

  • Durchschnittliche Altersrente unter 860 Euro

    [] (verpd) Die vor Kurzem veröffentlichte Statistik der Deutschen Rentenversicherung belegt, dass die durchschnittliche Altersrente letztes Jahr nicht einmal 860 Euro pro Monat betrug. Ein Großteil, unter anderem die Bezieher der Regelaltersrente und Frauen, bekamen im Durchschnitt sogar noch erheblich weniger. mehr

  • Hohe Skepsis beim Thema Alterseinkommen

    [] (verpd) Die meisten Bürger sind der Ansicht, dass die gesetzliche Rente alleine nicht ausreichen wird, um ihren Lebensstandard zu halten. Im Durchschnitt rechnen die Bürger damit, das sie nur knapp über die Hälfe ihres Einkommens, dass sie im Alter benötigen werden, auch tatsächlich zur Verfügung haben werden, wie aus einer jüngst veröffentlichten Umfrage hervorgeht. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.