Flexi-Bonus: Arbeitgeber fordern Beitragsentlastung

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Damit es sich lohnt, über das Rentenalter hinaus zu arbeiten, soll es nach dem Willen der Wirtschaft einen Flexi-Bonus geben. Die Unternehmen sollen außerdem von Sozialbeiträgen entlastet werden.

In der Debatte um den flexibleren Renteneintritt lautet ein Vorschlag, dass die Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung, die Arbeitgeber für ihre Beschäftigten im Rentenalter zahlen müssen, künftig die Rente steigern sollen. Das ist heute nicht der Fall.

Der Vorsitzende der Unions-Mittelstandsvereinigung MIT, Carsten Linnemann (CDU), sagte laut F.A.Z.: "Dieser Flexi-Bonus muss kommen, und zwar ohne dass die Arbeitnehmer selbst wieder in die Rentenversicherung einzahlen müssen."

Der Wirtschaftsflügel der Unionsparteien dringt zudem darauf, die Arbeitgeber von den fälligen Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung zu entlasten, da Rentner ohnehin keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld mehr haben.

SPD-Arbeitsministerin Andrea Nahles wehrt sich gegen diese Wünsche aus der CDU. Sie sagte der F.A.Z.: "Wenn das mehrere hundert Millionen Euro kosten sollte, geht das nicht. Das Geld habe ich nicht."

Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung würde der Flexi-Bonus rund 350 Millionen bis 400 Millionen Euro kosten. Die Befreiung der Arbeitgeber von Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung würde zu Mindereinnahmen von rund 80 Millionen Euro führen.

Derzeit arbeiten hierzulande rund 190.000 Menschen jenseits der Rentenaltersgrenze in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Davon sind 63.000 bereits über 70 Jahre alt.

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