Empfehlenswert: Zahlung von Rentenbeiträgen zum Ausgleich von Rentenabschlägen

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Die am 10.11.2015 vorgeschlagene Rentenreform zur Flexibilisierung des Renteneintritts sieht auch Verbesserungen bei Ausgleichszahlungen vor. Diese zusätzlichen Beitragszahlungen können durchaus lukrativ sein.

Ein vorzeitiger Rentenbezug – auch als Teilrente – ist mit Abschlägen in Höhe von 0,3 Prozent der Rente pro Monat der früheren Inanspruchnahme verbunden. Die Abschläge gleichen die Kosten des längeren Rentenbezugs aus.

Bereits nach geltendem Recht besteht frühestens ab dem 55. Lebensjahr bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze die Möglichkeit, die Rentenabschläge für die vorzeitige Inanspruchnahme einer Rente wegen Alters mittels zusätzlicher Beitragszahlung auszugleichen.

Das wird derzeit nur in sehr begrenztem Umfang genutzt, weil ein relativ hoher Betrag einzuzahlen ist. Um eine zeitliche Streckung zu ermöglichen, soll deshalb die bestehende Regelung flexibilisiert werden.

Künftig soll die Zahlung von zusätzlichen Beiträgen bereits ab einem Alter von 50 Jahren ermöglicht werden, also derzeit für die Geburtsjahrgänge bis 1965.

Weiterhin kann die Zahlung der zusätzlichen Beiträge für den vollständigen oder teilweisen Ausgleich von Abschlägen in einer Summe oder in Teilzahlungen erfolgen und zwar durch den Versicherten selbst oder vom Arbeitgeber für den Versicherten.

Damit können die Menschen früher und flexibler ihren Ausstieg aus dem Erwerbsleben planen und drohende finanzielle Einschnitte verringern.

Sollte eine Altersrente nicht vorzeitig in Anspruch genommen werden, erhöhen die Ausgleichsbeiträge die dann abschlagsfreie Altersrente. Das gilt ebenfalls für eine mögliche Erwerbsminderungsrente sowie für eine Teilrente.

Die Umsetzung dieser Neuregelungen ist für den 1.7.2016 geplant.

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