Die gesetzliche Rentenversicherung ist besser als ihr Ruf

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Die gesetzliche Rentenversicherung galt lange als renditeschwach. Doch derzeit entwickelt sie sich zur Alternative zu den niedrigen Zinsen aus privaten Rentenversicherungen, Rürup- und Riester-Renten.

Die gut 20 Millionen Rentner in Deutschland dürfen sich im Juli über die höchste Rentensteigerung seit zwei Jahrzehnten freuen. Schätzungen gehen von einem Plus von 4 bis 5 Prozent aus. Deshalb gewinnt insbesondere für Ältere eine Form der Altersvorsorge an Bedeutung, an die viele gar nicht denken: freiwillige Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung.

Für Ältere ist es derzeit deutlich lukrativer, Geld in das staatliche Umlagesystem zu investieren, als in eine kapitalgedeckte Altersvorsorge, sagt Geldtipps-Autor Werner Siepe (siehe Lohnende Zusatzrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung ).

Offen steht die Möglichkeit freiwilliger Einzahlungen denjenigen, die noch keine Altersrente erhalten und die in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht pflichtversichert sind. In diese Kategorie fallen Beamte, Hausfrauen und Hausmänner sowie Mitglieder berufsständischer Versorgungseinrichtungen – also Freiberufler wie Ärzte, Apotheker und Anwälte.

Freiwillig in das Umlagesystem einzahlen können auch alle pflichtversicherten Arbeitnehmer, die sich früher als vom Gesetzgeber vorgesehen zur Ruhe setzen. Dann wird die Rente um 0,3 Prozent pro Monat des vorgezogenen Renteneintritts gekürzt. Durch Zahlung eines Ausgleichsbetrags lassen sich diese Rentenabschläge ausgleichen.

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