Die gesetzliche Rentenversicherung ist besser als ihr Ruf

 - 

Die gesetzliche Rentenversicherung galt lange als renditeschwach. Doch derzeit entwickelt sie sich zur Alternative zu den niedrigen Zinsen aus privaten Rentenversicherungen, Rürup- und Riester-Renten.

Die gut 20 Millionen Rentner in Deutschland dürfen sich im Juli über die höchste Rentensteigerung seit zwei Jahrzehnten freuen. Schätzungen gehen von einem Plus von 4 bis 5 Prozent aus. Deshalb gewinnt insbesondere für Ältere eine Form der Altersvorsorge an Bedeutung, an die viele gar nicht denken: freiwillige Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung.

Für Ältere ist es derzeit deutlich lukrativer, Geld in das staatliche Umlagesystem zu investieren, als in eine kapitalgedeckte Altersvorsorge, sagt Geldtipps-Autor Werner Siepe (siehe Lohnende Zusatzrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung ).

Offen steht die Möglichkeit freiwilliger Einzahlungen denjenigen, die noch keine Altersrente erhalten und die in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht pflichtversichert sind. In diese Kategorie fallen Beamte, Hausfrauen und Hausmänner sowie Mitglieder berufsständischer Versorgungseinrichtungen – also Freiberufler wie Ärzte, Apotheker und Anwälte.

Freiwillig in das Umlagesystem einzahlen können auch alle pflichtversicherten Arbeitnehmer, die sich früher als vom Gesetzgeber vorgesehen zur Ruhe setzen. Dann wird die Rente um 0,3 Prozent pro Monat des vorgezogenen Renteneintritts gekürzt. Durch Zahlung eines Ausgleichsbetrags lassen sich diese Rentenabschläge ausgleichen.

Weitere News zum Thema

  • Rentenbeitrag sinkt auf 18,6 Prozent

    [] Der Beitragssatz zur Rentenversicherung wird ab 1.1.2018 um 0,1 Prozentpunkte auf 18,6 Prozent des Bruttogehalts gesenkt. Das hat am 22.11.2017 das Bundeskabinett beschlossen. mehr

  • Rentenzukunft 2018 bis 2031

    [] Aus dem Rentenversicherungsbericht 2017, den das Bundeskabinett am 22.11.2017 verabschiedet hat, ergeben sich klare Perspektiven für die Rente in den Jahren 2018 bis 2031, die unser Rentenexperte Werner Siepe akribisch analysiert hat. mehr

  • Deutsches Altersvorsorgesystem nur Mittelmaß

    [] Bei einer Analyse der Altersversorgungs-Systeme belegt Deutschland nur den 13. Platz unter 30 untersuchten Ländern. Nachhol- und Reformbedarf sehen die Studienautoren trotz einer Verbesserung nach wie vor in der Nachhaltigkeit des deutschen Systems. mehr

  • Ab wann eine Rente mit oder ohne Abschlag möglich ist

    [] Die Regelungen zur gesetzlichen Altersrente sind vielfältig. Denn es gibt nicht nur eine Altersrente, sondern unter anderem die normale Regelaltersrente, die Altersrente für Schwerbehinderte, die Altersrente für langjährig Versicherte sowie die Altersrente für besonders langjährig Versicherte, auch bekannt als Rente ab 63 Jahren. Für viele stellt sich die Frage, wann sie frühestens in Rente gehen können oder einen Anspruch auf eine Rente ohne Abschläge haben. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.