Die Bürger werden immer älter

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Wie das Statistische Bundesamt vor Kurzem bekannt gab, werden neugeborene Mädchen im Durchschnitt 83 Jahre und einen Monat alt, neugeborene Jungen 78 Jahre und zwei Monate. In den vergangenen 20 Jahren ist damit die Lebenserwartung um fünf Jahre und zwei Monate (Männer) beziehungsweise drei Jahre und sieben Monate (Frauen) gestiegen.

Zwar gibt es wie bisher auch regionale Unterschiede bei der statistischen Lebenserwartung, aber sie haben im Vergleich zu den Vorjahren abgenommen. Neugeborene Jungen haben nach der jüngst vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlichten sogenannten Periodensterbetafel 2013/2015 eine statistische Lebenserwartung von 78 Jahren und zwei Monaten, neugeborene Mädchen von 83 Jahren und einem Monat. Nach den Daten von Destatis, ist die Lebenserwartung im Vergleich zur vorangegangenen Sterbetafel 2012/2014 um wenige Tage, bei Männern um rund 18 Tage, und bei Frauen um circa vier Tage angestiegen.

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Im Vergleich zu vor 20 Jahren (Sterbetafel 1993/1995) ergibt sich eine deutlichere Zunahme: So leben Jungen, die aktuell geboren werden, statistisch gesehen fünf Jahre und zwei Monate und Mädchen drei Jahre und sieben Monate länger. Deutliche Unterschiede Zwischen den Bundesländern gibt es den Zahlen des Statistischen Bundesamts zufolge deutliche Unterschiede. So haben neugeborene Jungen statistisch gesehen in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Niedersachsen mit jeweils rund 79 Jahren eine klar höhere Lebenserwartung als etwa in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen mit jeweils unter 77 Jahre.

Bei neugeborenen Mädchen sind die Abweichungen vom Bundesdurchschnitt weniger ausgeprägt. Für diese ist die Lebenserwartung in Baden-Württemberg und Sachsen mit fast 84 Jahren am höchsten. Im Saarland liegt sie hingegen nur leicht über 82 Jahre und damit am niedrigsten. Abstand zwischen den Bundesländern hat sich verringert Überproportional stark zugenommen hat die Lebenserwartung innerhalb der letzten 20 Jahre bei den männlichen Neugeborenen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg (jeweils rund siebeneinhalb Jahre) und bei den weiblichen Neugeborenen in Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Brandenburg und Sachsen (jeweils rund fünf Jahre).

Die niedrigsten Steigerungsraten gab es nach den aktuellen Destatis-Daten bei den Jungen in Schleswig-Holstein mit rund viereinhalb Jahren und bei den Mädchen mit nur drei Jahren in Baden-Württemberg und Niedersachsen. Im Vergleich zur Sterbetafel 1993/1995 hat sich der Abstand zwischen den Bundesländern mit der höchsten und der niedrigsten Lebenserwartung auf drei Jahre und vier Monate (Jungen) beziehungsweise auf ein Jahr und neun Monate (Mädchen) fast halbiert, wie Destatis weiter mitteilte.

Auch Senioren leben immer länger Heutige 60-jährige Männer können statistisch gesehen damit rechnen, 81 Jahre und sechs Monate alt zu werden. Das sind fast drei Jahre und fünf Monate mehr als noch vor rund 20 Jahren. Bei den 70-Jährigen liegt die statistische Lebenserwartung aktuell bei 84 Jahren und knapp zwei Monaten, bei 80-Jährigen bei 87 Jahren und etwa zehn Monaten. Wer als Frau heute 60 Jahre alt ist, kann statistisch gesehen damit rechnen, 85 Jahre und gut zwei Monate alt zu werden, und damit zwei Jahre und acht Monate länger zu leben als 60-jährige Frauen vor 20 Jahren.

Heutige 70-jährige Frauen sterben statistisch gesehen mit 86 Jahren und knapp zehn Monaten, 80-jährige mit 89 Jahren und knapp vier Monaten. Das Statistische Bundesamt weist allerdings auch darauf hin, dass es sich bei den Angaben stets um Durchschnittswerte handelt und das individuelle Sterblichkeitsrisiko je nach Lebensverhältnissen, Lebensführung, Beruf und gesundheitlicher Verfassung erheblich abweichen kann.

Prinzipiell sollte auch beachtet werden, dass, wer länger lebt, auch länger Geld braucht, um sorgenfrei den eigenen Ruhestand genießen zu können und nicht zum Sozialhilfefall zu werden. Deshalb wird eine finanzielle Absicherung für das Alter sowie gegen die Risiken Pflegefall und Berufsunfähigkeit immer wichtiger.

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