Das Rentenniveau sinkt weiter

 - 

(verpd) Nach dem neuen Rentenversicherungs-Bericht der Bundesregierung wird mit einem Rentenanstieg um 39 Prozent bis zum Jahr 2028 gerechnet.

Allerdings wird in dem Bericht auch ganz klar herausgestellt, dass die gesetzliche Rente alleine nicht hoch genug sein wird, damit ein Erwerbstätiger im Rentenalter seinen bisherigen Lebensstandard halten kann.

Nach den Modellrechnungen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), die von einer Beschäftigungs- und Lohnsteigerung ausgehen, werden die gesetzlichen Renten in den Jahren bis 2028 jeweils um durchschnittlich gut zwei Prozent erhöht. Gegenüber 2014 würde sich damit ein Rentenanstieg um 39 Prozent ergeben.

Gleichzeitig sinkt jedoch das sogenannte Rentenniveau (Sicherungsniveau vor Steuern), also die Brutto-Standardrente im Verhältnis zum durchschnittlichen Bruttogehalt eines gesetzlich Rentenversicherten. Von 48,0 Prozent im Jahr 2014 wird ein Rückgang des Rentenniveaus auf 47,0 Prozent im Jahr 2020 und auf 44,4 Prozent im Jahr 2028 erwartet. Dies geht aus dem aktuellen Rentenbericht hervor, den die Bundesregierung entsprechend gesetzlichen Vorgaben jedes Jahr vorlegen muss.

Private Vorsorge prüfen

Wie der Rentenversicherungs-Bericht darlegt, ist für den Einzelnen neben der gesetzlichen Absicherung eine zusätzliche Altersvorsorge notwendig, um den bisherigen Lebensstandard auch im Rentenalter halten zu können. Unter anderem ist diesbezüglich im Rentenversicherungs-Bericht zu lesen: „Der Rückgang des Sicherungsniveaus vor Steuern macht deutlich, dass die gesetzliche Rente zukünftig alleine nicht ausreichen wird, um den Lebensstandard des Erwerbslebens im Alter fortzuführen.“

Wer im Rentenalter seinen Lebensstandard erhalten will, sollte wissen, mit welche Einkommenslücke er ohne eine passende Vorsorge rechnen muss. Die jährlich aktualisierte Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung gibt dazu erste Anhaltspunkte.

Ermitteln Sie durch Addition aller zu erwartender Einkünfte im Ruhestand, wie hoch Ihre Absicherung im Alter entsprechend der aktuellen Situation sein wird und inwieweit eine Versorgungslücke besteht. Falls Sie Bedarf an weiteren Einkünften feststellen sollten, überlegen Sie, welche Altersvorsorgelösungen individuell sinnvoll sind und wie sich hier auch Fördermöglichkeiten, die der Staat für die individuelle Altersvorsorge bietet, im konkreten Fall umfassend ausschöpfen lassen.

Weitere News zum Thema

  • Erwerbsminderungsrente wegen fehlender Wegefähigkeit

    [] Ein Urteil des Landessozialgerichts Baden-Württemberg rückt einen speziellen Fall der Erwerbsunfähigkeit in den Vordergrund: die nicht (mehr) vorhandene Fähigkeit, den Arbeitsweg zu bewältigen (Wegefähigkeit). mehr

  • Ohne Antrag keine gesetzliche Rente

    [] (verpd) Je nach Rentenart müssen diverse Voraussetzungen erfüllt sein, um einen Anspruch auf eine Rente zu haben. Grundsätzlich erhält zudem jeder nur eine entsprechende Rente, wenn er diese vorher beantragt hat. Um eine Verzögerung der Rentenbewilligung zu vermeiden, ist es für den Antragsteller wichtig zu wissen, wo, wann und mit welchen Angaben sowie Unterlagen ein Antrag zu stellen ist. Eine Broschüre der Deutschen Rentenversicherung hilft dabei. mehr

  • Fehlgeleitete Überweisung der Rente

    [] Ein Stück aus dem Leben: In Zeiten von IBAN haben viele Menschen – nicht nur Senioren – Schwierigkeiten mit den ellenlangen Kontonummern. Ein Opfer der Zahlenvielfalt war ein Rentner aus Rheinland-Pfalz, der der deutschen Rentenversicherung eine falsche IBAN mitgeteilt hatte. Der Rentenversicherungsträger überwies das Geld daraufhin an den unbekannten Kontoinhaber und wollte die Rente auch nicht wiederbeschaffen. mehr

  • Keine Lohngleichheit zwischen Männern und Frauen

    [] (verpd) Obwohl letztes Jahr die Lohnungleichheit hierzulande zwischen Männern und Frauen im Vergleich zu vorhergehenden Jahren leicht abgenommen hat, liegt deren Brutto-Stundenverdienst immer noch um mehr als ein Fünftel unter dem der Männer. Innerhalb Europas gehört Deutschland beim Thema gleicher Lohn für Männer und Frauen seit Jahren zum Schlusslicht im Vergleich zu den anderen EU-Ländern. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.