Damit der Staat nicht die Hinterbliebenen-Absicherung kürzt

 - 

(verpd) Wer seinen Partner oder Angehörige für den Todesfall absichern möchte, sollte sich umfassende Gedanken über die diversen Möglichkeiten machen. Insbesondere bei unverheirateten Paaren sind nämlich nicht immer die gängigsten Lösungen die besten. Insbesondere die Erbschaftssteuer verringert hier oftmals die eingeplante Absicherung erheblich.

Paare denken häufig erst über eine Hinterbliebenen-Versorgung nach, wenn ein Kind kommt und Mutter oder Vater ihre Berufstätigkeit zugunsten der Kindererziehung unterbrechen.

Grundsätzlich kann eine Lebensversicherung sicherstellen, dass der erziehende Teil der Familie für den Fall abgesichert ist, dass der Hauptverdiener stirbt. Eine entsprechende Risiko- oder Kapital-Lebensversicherung wird dazu in vielen Fällen vom Hauptverdiener zugunsten seiner Angehörigen abgeschlossen.

Legaler Steuerspartrick

Bei Fälligwerden der Police im Todesfall kann je nach Verwandtschafts-Verhältnis zwischen versicherter und begünstigter Person das Finanzamt jedoch eine Erbschaftssteuer verlangen. Der Freibetrag, für den keine Erbschaftssteuer anfällt, ist für Ehepartner (Freibetrag: 500.000 €) und Kinder (Freibetrag: 400.000 €) relativ hoch. Angehörige, die nicht mit dem Verstorbenen verwandt oder verheiratet sind, haben nur einen Freibetrag von 20.000 €. Dies trifft beispielsweise bei unverheirateten Paaren oder auch bei Geschäftspartnern, die sich gegenseitig absichern wollen, zu.

Es gibt jedoch eine legale Lösung, um die Erbschaftssteuer so niedrig wie möglich zu halten: Anstatt dass die versicherte Person die Versicherungspolice abschließt und den Partner begünstigt, bleibt zwar die versicherte Person gleich, aber die begünstigte Person wird Vertragsinhaber (Fachjargon: „Versicherungsnehmer“) und Beitragszahler. Stirbt die versicherte Person, erhält der Vertragsinhaber – in der genannten Konstellation also der Hinterbliebene – die Versicherungsleistungen in jeder Höhe, ohne eine Erbschaftssteuer entrichten zu müssen.

Weitere News zum Thema

  • Rentenerhöhung voll steuerpflichtig

    [] Die zunehmende Rentenbesteuerung trifft immer mehr Rentner: In diesem Jahr werden laut Finanzministerium rund 4,25 Millionen Steuerpflichtige mit Rentenbezug vom Fiskus belangt. Im Jahr 2018 werden es rund 4,35 Millionen Rentner sein. Zu beachten ist, dass ein zusammen veranlagtes Paar als ein Steuerpflichtiger zählt, das heißt: Steuerpflichtige sind nicht gleichzusetzen mit Personen. Daher dürfte es sogar noch mehr steuerpflichtige Rentnerinnen und Rentner geben. mehr

  • Erwerbsminderungsrente wegen fehlender Wegefähigkeit

    [] Ein Urteil des Landessozialgerichts Baden-Württemberg rückt einen speziellen Fall der Erwerbsunfähigkeit in den Vordergrund: die nicht (mehr) vorhandene Fähigkeit, den Arbeitsweg zu bewältigen (Wegefähigkeit). mehr

  • Ohne Antrag keine gesetzliche Rente

    [] (verpd) Je nach Rentenart müssen diverse Voraussetzungen erfüllt sein, um einen Anspruch auf eine Rente zu haben. Grundsätzlich erhält zudem jeder nur eine entsprechende Rente, wenn er diese vorher beantragt hat. Um eine Verzögerung der Rentenbewilligung zu vermeiden, ist es für den Antragsteller wichtig zu wissen, wo, wann und mit welchen Angaben sowie Unterlagen ein Antrag zu stellen ist. Eine Broschüre der Deutschen Rentenversicherung hilft dabei. mehr

  • Fehlgeleitete Überweisung der Rente

    [] Ein Stück aus dem Leben: In Zeiten von IBAN haben viele Menschen – nicht nur Senioren – Schwierigkeiten mit den ellenlangen Kontonummern. Ein Opfer der Zahlenvielfalt war ein Rentner aus Rheinland-Pfalz, der der deutschen Rentenversicherung eine falsche IBAN mitgeteilt hatte. Der Rentenversicherungsträger überwies das Geld daraufhin an den unbekannten Kontoinhaber und wollte die Rente auch nicht wiederbeschaffen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.