Damit der Staat nicht die Hinterbliebenen-Absicherung kürzt

 - 

(verpd) Wer seinen Partner oder Angehörige für den Todesfall absichern möchte, sollte sich umfassende Gedanken über die diversen Möglichkeiten machen. Insbesondere bei unverheirateten Paaren sind nämlich nicht immer die gängigsten Lösungen die besten. Insbesondere die Erbschaftssteuer verringert hier oftmals die eingeplante Absicherung erheblich.

Paare denken häufig erst über eine Hinterbliebenen-Versorgung nach, wenn ein Kind kommt und Mutter oder Vater ihre Berufstätigkeit zugunsten der Kindererziehung unterbrechen.

Grundsätzlich kann eine Lebensversicherung sicherstellen, dass der erziehende Teil der Familie für den Fall abgesichert ist, dass der Hauptverdiener stirbt. Eine entsprechende Risiko- oder Kapital-Lebensversicherung wird dazu in vielen Fällen vom Hauptverdiener zugunsten seiner Angehörigen abgeschlossen.

Legaler Steuerspartrick

Bei Fälligwerden der Police im Todesfall kann je nach Verwandtschafts-Verhältnis zwischen versicherter und begünstigter Person das Finanzamt jedoch eine Erbschaftssteuer verlangen. Der Freibetrag, für den keine Erbschaftssteuer anfällt, ist für Ehepartner (Freibetrag: 500.000 €) und Kinder (Freibetrag: 400.000 €) relativ hoch. Angehörige, die nicht mit dem Verstorbenen verwandt oder verheiratet sind, haben nur einen Freibetrag von 20.000 €. Dies trifft beispielsweise bei unverheirateten Paaren oder auch bei Geschäftspartnern, die sich gegenseitig absichern wollen, zu.

Es gibt jedoch eine legale Lösung, um die Erbschaftssteuer so niedrig wie möglich zu halten: Anstatt dass die versicherte Person die Versicherungspolice abschließt und den Partner begünstigt, bleibt zwar die versicherte Person gleich, aber die begünstigte Person wird Vertragsinhaber (Fachjargon: „Versicherungsnehmer“) und Beitragszahler. Stirbt die versicherte Person, erhält der Vertragsinhaber – in der genannten Konstellation also der Hinterbliebene – die Versicherungsleistungen in jeder Höhe, ohne eine Erbschaftssteuer entrichten zu müssen.

Weitere News zum Thema

  • Die gesetzliche Altersrente alleine reicht nicht

    [] (verpd) Alles in allem wird das Rentensystem in Deutschland, das aus der gesetzlichen, betrieblichen und privaten Altersvorsorge besteht, auch künftig funktionieren. Allerdings sollten je nach Region insbesondere Jüngere vermehrt für das Rentenalter privat vorsorgen, da bei vielen die Höhe der gesetzlichen Rente weniger als 39 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommens sein wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie. mehr

  • Altersarmut ist überproportional weiblich

    [] (verpd) Nach einer offiziellen Statistik mussten im März 2017 über eine halbe Million Bürger, die die Altersgrenze für die gesetzliche Altersrente überschritten haben, mit der Grundsicherung im Alter vom Staat finanziell unterstützt werden, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Der Großteil davon waren Frauen. mehr

  • Bei Jobverlust sinkt die gesetzliche Altersrente

    [] (verpd) Wer seinen Job verliert und während der Arbeitslosigkeit von der Agentur für Arbeit Arbeitslosengeld I erhält, ist grundsätzlich in der gesetzlichen Rentenversicherung abgesichert. Dennoch mindert sich durch die Arbeitslosigkeit die künftige Rentenhöhe. mehr

  • Riester- und Rürup-Rente: Produktinformationsblatt ist Pflicht

    [] Seit Anfang dieses Jahres gilt für Anbieter zertifizierter Altersvorsorgeverträge (sogenannte Riester-Renten) sowie Basisrentenverträge (sogenannte Rürup-Rentenverträge) eine neue Pflicht: Sie müssen jedem Kunden vor Abschluss des Vertrags ein Produktinformationsblatt (PIB) aushändigen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.