Bei vielen Renten neuer Zahlbetrag ab März 2015

Bei vielen Renten neuer Zahlbetrag ab März 2015

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Die Zusatzbeiträge der Krankenkassen wirken sich auf Renten mit zweimonatiger Verzögerung aus.

Für gesetzlich kranken- und pflegeversicherte Rentner hatte sich bereits zum 1.1.2015 eine Änderung im Zahlbetrag der Rente ergeben: Durch den Anstieg des Beitragssatzes zur Pflegeversicherung um 0,3 Prozent haben viele Rentner ab Januar 2015 weniger Nettorente überwiesen bekommen als noch zuvor. Bei einer Bruttorente von zum Beispiel 1.000 € ergab das eine Minderung um drei Euro.

Was ändert sich nun zum 1.3.2015?

Der allgemeine Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung wurde bereits zum 1.1.2015 um 0,9 Prozent und damit auf 14,6 Prozent gesenkt. Zusätzlich dürfen die Krankenkassen aber einen kassenindividuellen Zusatzbeitrag festlegen. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben wirkt sich diese Änderung bei pflichtversicherten Rentnern jedoch erst zum 1.3.2015 aus.

Anders als beim 14,6-prozentigen allgemeinen Beitragssatz, bei dem Rentner und Rentenversicherung jeweils die Hälfte des sich daraus ergebenden Beitrages zahlen, ist der Zusatzbeitrag vom Rentner allein zu tragen. Durch die Einführung des Zusatzbeitrages soll der Wettbewerb unter den gesetzlichen Krankenkassen gefördert werden. Tatsächlich variiert der Zusatzbeitrag derzeit bei den unterschiedlichen gesetzlichen Krankenkassen zwischen 0,0 Prozent und 1,3 Prozent. Einige Krankenkassen haben den Zusatzbeitrag zunächst auch auf 0,9 Prozent festgelegt, womit sich keine Zahlungsänderung zum 1. März ergibt.

Warum greift die Änderung für Rentner erst zum 1.3.2015?

Für die technische Umsetzung bei der Einführung und auch bei zukünftigen Änderungen des Zusatzbeitrages benötigen die Rentenversicherungsträger eine entsprechende Vorlaufzeit. Diesem Umstand hat man durch entsprechende gesetzliche Regelungen Rechnung getragen. Daher wirken sich Änderungen des Zusatzbeitragssatzes bei Rentnern – anders als zum Beispiel bei Beschäftigten oder Arbeitslosengeldbeziehern – immer erst zwei Monate später aus. Das betrifft sowohl Beitragssatzerhöhungen als auch -senkungen.

Wie erfolgt die Benachrichtigung der Rentner?

Rentner und Rentnerinnen, die bereits im Frühjahr 2014 eine Rente erhielten und daher eine Rentenanpassungsmitteilung zum 1.7.2014 erhalten haben, fanden darin bereits eine Ankündigung der Beitragssatzänderungen in der Krankenversicherung zum 1.3.2015. Darüber hinaus werden in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) pflichtversicherte Rentner jetzt mit der Überweisung des Rentenbetrages für März 2015 auf ihrem Kontoauszug informiert und zwar sowohl über die Höhe des bisherigen und neuen KV-Anteils als auch über die Höhe des neuen KV-Zusatzbeitrages.

Das gilt allerdings nicht für Rentenbezieher, deren Krankenkasse einen Zusatzbeitrag in Höhe von 0,9 Prozent erhebt. Diese Rentner werden von der Umstellung der KV-Beitragsrechnung zum 1.3.2015 ausgenommen und erst mit der Rentenanpassungsmitteilung 2015 informiert. Hintergrund dieser Ausnahme ist, dass sich bei einem Zusatzbeitragssatz von 0,9 Prozent grundsätzlich nichts ändert. Welchen Zusatzbeitrag ihre Krankenkasse erhebt, können Rentner dem gesonderten Anschreiben der Krankenkasse über die erstmalige Erhebung des Zusatzbeitrags entnehmen.

Quelle: Deutsche Rentenversicherung Bund

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