Altersarmut kein Massenphänomen

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Im Augenblick sei Altersarmut kein Massenphänomen, sagt die Deutsche Rentenversicherung. Nur rund 2,5 Prozent der Altersrentner erhielten derzeit zusätzlich zu ihrer Rente Grundsicherung im Alter.

Allerdings wüchsen in der näheren Zukunft neue Risikogruppen heran, dazu gehörten Langzeitarbeitslose und Niedriglohnempfänger. Der Präsident der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV), Axel Reimann, regte regelmäßige Monitoring-Berichte an, um transparent zu machen, in welchem Umfang sich die Bürger auch privat für das Alter abgesichert haben. Dies biete dann die notwendige Grundlage für weitere Reformschritte.

In der Debatte um die künftige Rentenpolitik fordert Reimann die Politik zu rechtzeitigen Weichenstellungen auf. Man müsse jetzt darüber reden, was nach 2030 geschehen solle, sagte der DRV-Präsident den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Die Rentenversicherung brauche frühzeitig Klarheit über mögliche neue Zielgrößen bei Beitragssatz und Rentenniveau.

Rentenniveau: Erhöhen ist leichter als senken

Der Vorsitzende des Sozialbeirats der Bundesregierung, Gert Wagner, hat in der Diskussion um drohende Altersarmut vor einer raschen Erhöhung des Rentenniveaus gewarnt.

Wenn sich in 10, 15 Jahren herausstellen sollte, dass wir ein massives Problem mit Altersarmut haben, kann man immer noch das Rentenniveau erhöhen. Erhöhen ist einfacher als senken, sagte der Forscher des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) der Passauer Neuen Presse.

Derzeit liege das Nettorentenniveau vor Steuern bei knapp 48 Prozent des Nettolohns. Die Altersbezüge auf diesem Level zu halten, bedeute im Jahr 2030 etwa zwei Beitragssatzpunkte mehr, sagte Wagner.

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