Als Rentner im Ausland leben

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(verpd) Wer als Rentner nicht nur im Ausland Urlaub machen, sondern für immer dort leben möchte, erhält nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung (DRV) seine bisherige gesetzliche Alter- oder Hinterbliebenenrente in der Regel weiter. Allerdings nicht automatisch.

Auswanderungswillige sollten sich laut Deutscher Rentenversicherung (DRV) mindestens drei Monate vor einem geplanten Umzug beim zuständigen Rentenversicherungs-Träger beraten lassen, inwieweit der gesetzliche Rentenanspruch und die Rentenhöhe nach dem Wohnortwechsel bestehen bleiben.

Wer bereits eine gesetzliche Alters- oder Hinterbliebenenrente bekommt und seinen Lebensabend im Ausland verbringen möchte, sollte zudem spätestens zwei Monate vor dem geplanten Umzug den zuständigen Rentenversicherungs-Träger über die Wohnsitzänderung informieren. Diese Zeit ist nach Angaben der DRV für die Änderung der Daten und Umstellung der Überweisungs-Formalitäten erforderlich, damit eine nahtlose Rentenzahlung gewährleistet werden kann.

Damit die Rentenzahlungen nicht ausbleiben

Der Auswanderer muss dabei unter anderem seine persönliche Staatsangehörigkeit, seine neue Anschrift im Ausland, den voraussichtlichen Auswanderungstermin und die Information, ob er nur vorübergehend oder dauerhaft auswandern möchte, dem Rentenversicherungs-Träger bekannt geben. Zudem ist für eine unterbrechungsfreie Rentenauszahlung die Mitteilung an den Rentenversicherungs-Träger wichtig, auf welches Bankkonto nach dem Umzug die Rente überwiesen werden soll.

Dies gilt auch, wenn sich trotz des Umzuges an der bisherigen Bankverbindung des Rentenbeziehers nichts ändert. Für die Überweisung der Rente ins Ausland ist die Angabe der internationalen Bankleitzahl (Bank Identifier-Code, kurz BIC) und der internationalen Kontonummer (International Bank Account Number, kurz IBAN) nötig. Der Rentenversicherungs-Träger prüft in der Regel einmal jährlich, ob der Rentner noch lebt und die Rente weitergezahlt werden kann.

Wer als Rentner im Ausland lebt, sollte zudem regelmäßig seine Post kontrollieren, denn die DRV prüft in vielen Staaten einmal jährlich, ob der Rentenbezieher noch lebt. Dazu erhält der Rentner eine Lebensbescheinigung, die er umgehend ausgefüllt, unterschrieben und von einer amtlichen Stelle bestätigt wieder an den jeweiligen Rentenversicherungs-Träger zurücksenden sollte. Anderenfalls kann es sein, dass die Rentenzahlung unterbrochen wird, weil der Träger davon ausgeht, dass der Rentner nicht mehr lebt.

Ohne Rentenantrag keine Rente

Jeder, der bereits im Ausland lebt und aufgrund seiner bisherigen Erwerbstätigkeit Anspruch auf eine gesetzliche Rente in Deutschland hat, muss diese beantragen. Denn die gesetzliche Altersrente wird beispielsweise auch nach Erreichen des Rentenalters – wie alle anderen Rentenarten – nicht automatisch ausbezahlt.

Wer zur Zeit der Antragstellung in Staaten wohnt, die als Mitgliedstaaten der Europäischen Union gelten oder für die ein Abkommen oder eine Regelung bezüglich der Sozialversicherungen zwischen den Ländern besteht, kann den Antrag beim Versicherungsträger des anderen Staates stellen. Das gilt auch dann, wenn dort keine Versicherungszeiten abgeleistet wurden.

In allen anderen Ländern kann der Rentenantrag in der Regel bei einer deutschen Auslandsvertretung (Botschaft, Konsulat) gestellt werden, die dann den Antrag an den zuständigen Träger der Deutschen Rentenversicherung in Deutschland weiterleitet. Es ist aber in allen Fällen auch eine direkte Antragstellung bei der Deutschen Rentenversicherung möglich. Damit ein möglichst nahtloser Übergang zwischen Erwerbstätigkeit und Rentenbezug gewährleistet werden kann, empfiehlt die DRV den Rentenantrag auf eine gesetzliche Altersrente mindestens drei Monate vor Erreichen des entsprechenden Lebensalters zu stellen.

Andere Rentenarten

Laut DRV gibt es für Auswanderer in Bezug auf den Anspruch und die Höhe der Alters- oder Hinterbliebenenrente normalerweise keine Probleme. Anders bei einer Rente wegen Erwerbsminderung. Diese kann unter Umständen nach dem Umzug ins Ausland gekürzt werden oder ganz entfallen.

Dies wäre zum Beispiel dann der Fall, wenn die Rentenberechtigung nicht allein durch den Gesundheitszustand des Rentners, sondern auch in der deutschen Arbeitsmarktsituation begründet liegt.

Eine private Kapitallebens- oder Rentenversicherung zahlt die vertraglich festgelegten Leistungen, beispielsweise eine monatliche Altersrente, nach Ablauf der vereinbarten Vertragsdauer auch ins Ausland aus. Übrigens, wer einen staatlich geförderten Riester-Vertrag hat, muss, sofern er seinen Wohnsitz dauerhaft innerhalb der Europäischen Union oder des Europäischen Wirtschaftsraums verlegt, bereits erhaltene staatliche Förderungen wie Zulagen nicht zurückzahlen.

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