Als Ausbildungssuchender Nachteile bei der Rente vermeiden

 - 

(verpd) Normalerweise wird der Zeitraum zwischen Schulende und Ausbildung oder Studium bereits für spätere Rentenansprüche angerechnet. Ist der zeitliche Abstand jedoch zu groß, erfolgt diese Anrechnung nur, wenn der Schulabgänger sich bei der Agentur für Arbeit rechtzeitig als ausbildungssuchend gemeldet hat.

Üblicherweise wird die Übergangszeit zwischen Schule und Ausbildung für die gesetzlichen Rentenansprüche als sogenannte Anrechnungszeit gemäß Paragraf 58 SGB VI (Sechstes Sozialgesetzbuch) automatisch mitberücksichtigt. Ist der Zeitraum zwischen Schule und Ausbildung oder Studium jedoch länger als vier Monate, entfällt meist die automatische Berücksichtigung.

Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung (DRV) sollte sich daher jeder Schulabgänger, der zwischen 17 und 25 Jahre alt ist und nicht innerhalb eines Monats nach Schulende einen Ausbildungs- oder Studienplatz in Aussicht hat, bei der Agentur für Arbeit als Ausbildungssuchender melden. Ist der Schulabgänger nämlich ausbildungssuchend gemeldet, erhält er für die Zeit, bis er einen Ausbildungs- oder Studienplatz gefunden hat, eine Anrechnungszeit, auch wenn diese länger als vier Monate dauert.

Wichtige Zeiten für den Rentenanspruch

Es spielt im Übrigen bei der Anrechnungszeit keine Rolle, ob der Schulabgänger einen Schulabschluss hat oder nicht. Wichtig ist nur, dass es sich bei der nachfolgenden Ausbildungszeit um eine schulische oder berufliche Ausbildung handelt.

Die Anrechnungszeit führt zwar für alle, die nach 2009 in Rente gehen, nicht zu einer Rentensteigerung, sie zählt jedoch für die Erfüllung einer notwendigen 35-jährigen Wartezeit für die Altersrente für langjährig Versicherte und für die Altersrente für schwerbehinderte Menschen.

Fragen zu den Anrechnungszeiten beantworten die Mitarbeiter des DRV in der kostenlosen Service-Hotline 0800 100048070 sowie bei den örtlichen Auskunfts- und Beratungsstellen. Wer sich über die private Altersvorsorge oder zu sonstigen Versicherungsthemen, beispielsweise ob und wie lange ein Schulabgänger durch die Versicherungsverträge der Eltern noch mitversichert ist, informieren will, kann sich an (s)einen Versicherungsvermittler wenden.

Weitere News zum Thema

  • Die Lebenserwartung steigt weiter

    [] (verpd) Im Jahr 2017 neugeborene Jungen haben eine statistische Lebenserwartung von 84 bis fast 90 Jahren, neugeborene Mädchen von 88 bis rund 93 Jahren. Dies zeigen die kürzlich vorgelegten Modellrechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). mehr

  • Immer mehr werden ein hohes Alter erreichen

    [] (verpd) Wie die Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung vor Kurzem bekannt gaben, wird aller Voraussicht nach ein hoher Anteil der Neugeborenen, aber auch der heute 25- oder 50-Jährigen, mindestens 85 Jahre alt werden. Hält der Trend der letzten Jahrzehnte bezüglich der Lebenserwartung an, werden von jeweils aktuell 100 neugeborenen Mädchen 28 und von 100 neugeborenen Jungen sieben 100 Jahre alt oder älter. mehr

  • Hohe Skepsis beim Thema Alterseinkommen

    [] (verpd) Die meisten Bürger sind der Ansicht, dass die gesetzliche Rente alleine nicht ausreichen wird, um ihren Lebensstandard zu halten. Im Durchschnitt rechnen die Bürger damit, das sie nur knapp über die Hälfe ihres Einkommens, dass sie im Alter benötigen werden, auch tatsächlich zur Verfügung haben werden, wie aus einer jüngst veröffentlichten Umfrage hervorgeht. mehr

  • Durchschnittliche Altersrente unter 860 Euro

    [] (verpd) Die vor Kurzem veröffentlichte Statistik der Deutschen Rentenversicherung belegt, dass die durchschnittliche Altersrente letztes Jahr nicht einmal 860 Euro pro Monat betrug. Ein Großteil, unter anderem die Bezieher der Regelaltersrente und Frauen, bekamen im Durchschnitt sogar noch erheblich weniger. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.