5 Prozent mehr Rente

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Gut 21 Millionen Rentnern winkt im kommenden Sommer die kräftigste Rentenerhöhung seit 23 Jahren.

Der Schätzerkreis der Deutschen Rentenversicherung gab am 28.10.2015 aufgrund neuer Eckdaten bekannt, dass die Rente zum 1.7.2016 um 4 bis 5 Prozent erhöht werden kann. Die genauen Rentenwerte für Ost- und Westdeutschland werden im März 2016 bekannt gegeben.

Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung bleibt dagegen bei 18,7 Prozent des Bruttogehalts. Die Kriterien für eine Beitragssenkung seien knapp verfehlt worden, teilte die Deutsche Rentenversicherung mit. Der aktuelle Beitragssatz könne jedoch über das Jahr 2020 hinaus konstant bleiben.

Zuvor ging der Schätzerkreis davon aus, dass die Rentenreform von 2014 spätestens 2019 eine Beitragserhöhung auf 19,1 Prozent erfordern würde.

Ausführliche geldwerte Tipps zur Rentenreform von 2014 lesen Sie im aktualisierten Kleinen Rentenratgeber.

Sozialverband VdK sieht Gefahr wachsender Altersarmut

Die Gefahr einer weiter um sich greifenden Altersarmut ist nach Ansicht des Sozialverbands VdK Deutschland auch mit höheren Rentenanpassungen nicht gebannt. Die Neurenten befinden sich seit Jahren im rasanten Sinkflug, erklärte Ulrike Mascher, Präsidentin des VdK. Schuld daran sei das absinkende Rentenniveau. Schon heute läge es bei rund 47,5 Prozent, bis zum Jahr 2030 soll es auf 43 Prozent fallen.

Das Rentenniveau müsse aber mindestens auf 50 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns angehoben und dort eingefroren werden. Sonst sei auch für einen Durchschnittsverdiener die Einschränkung der Lebensqualität im Alter zu hoch, fordert die VdK-Präsidentin.

Gegen Altersarmut gebe es laut Mascher aber ein weiteres bekanntes Rezept: Wer als Arbeitnehmer ordentlich verdient, wird auch eine ordentliche Rente bekommen. Der VdK fordere deshalb: Die Mindestlohn-Kommission muss bei der Überprüfung der Höhe des Mindestlohns perspektivisch sicherstellen, dass Beschäftigte in Vollzeit mit dem Arbeitseinkommen für den Lebensunterhalt sorgen können. Darüber hinaus muss mit dem Mindestlohn eine angemessene Alterssicherung über Grundsicherungsniveau aufgebaut werden können, so Mascher.

Gleichzeitig mahnt der VdK weitere Schritte zur Bekämpfung der Einkommens- und Altersarmut an. Auch prekäre Beschäftigungsverhältnisse wie Minijobs sowie Leih- und Zeitarbeit müssen eingedämmt werden. Außerdem brauchen wir mehr Mittel zur Förderung nachhaltiger Programme zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen, betonte Mascher.

Altersarmut vorbeugen können Sie mit einer zusätzlichen Rente. Welche staatlichen Zulagen und Steuererstattungen bei privaten Renten winken, lesen Sie in unserem aktuellen Ratgeber So schließen Sie Ihre Rentenlücke: Zusätzliche Altersvorsorge für 50plus. Darin erläutern Experten alle Vor- und Nachteile der infrage kommenden Vorsorgeformen einschließlich der steuerlichen und sozialrechtlichen Behandlung von Beitragseinzahlungen und Rentenauszahlungen.

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