Viele sorgen finanziell nicht für ihr Alter vor

 - 

(verpd) Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) stellte vor Kurzem eine Studie vor, wonach immer noch rund jeder vierte gesetzlich Rentenversicherte keine zusätzliche Altersvorsorge zur gesetzlichen Rente hat. Dabei rät selbst die Bundesregierung den Bürgern neben der gesetzlichen Rente zusätzlich vorzusorgen, um im Rentenalter zumindest den bisherigen Lebensstandard halten zu können.

Aktuell liegt das gesetzliche Rentenniveau bei unter 48 Prozent. Und ohne eine Rentenreform wird sie noch weiter abnehmen, wie Berechnungen aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ergaben. Um den Lebensstandard jedoch auch im Alter zu erhalten, ist neben der gesetzlichen Rente eine zusätzliche Altersvorsorge notwendig. Dies geht auch aus dem aktuellen Bericht der Bundesregierung zur Lebensqualität in Deutschland hervor.

Hier ist unter anderem zu lesen: Um im Alter finanziell gut versorgt zu sein, sollte die individuelle Altersvorsorge auf mehreren Säulen aufbauen. Die gesetzliche Rentenversicherung ist dabei für die große Mehrheit der abhängig Beschäftigten nach wie vor die wichtigste Säule der Alterssicherung. Ergänzt wird die gesetzliche Rente durch zwei weitere Säulen, bestehend aus der freiwilligen betrieblichen und privaten Altersvorsorge. Diese gewinnen nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels zunehmend an Bedeutung.

Wertvolle Expertentipps zur finanziellen Absicherung des Ruhestands gibt die Broschüre So schließen Sie Ihre Rentenlücke.

Mehr als die Hälfte nutzt eine staatlich geförderte Altersvorsorge

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) stellte vor Kurzem eine beim Forschungsinstitut Prognos AG in Auftrag gegebene Studie vor. Ein Studienergebnis war, dass die staatlich geförderte Altersvorsorge zum Beispiel in Form einer Riester-Rente und der betrieblichen Altersversorgung (bAV) erheblich dazu beitragen kann, die durch das sinkende Rentenniveau entstandenen Rentenlücke zu beseitigen.

Ein weiteres Studienergebnis ist, dass bereits rund drei Viertel der gesetzlich Rentenversicherten über eine ergänzende Altersvorsorge verfügen. Rund 54 Prozent setzen dabei auf eine staatlich geförderte Altersvorsorge. Im Detail sind es 23 Prozent, die eine betrieblichen Altersversorgung, 20 Prozent eine Riester-Rente und elf Prozent, die beide Vorsorgeformen haben.

Von den verbleibenden 46 Prozent, die keine staatlich geförderte Altersvorsorge nutzen, sorgt etwa die Hälfte, konkret etwas über 22 Prozent der gesetzlich Rentenversicherten mit Immobilien, Wertpapieren oder einer privaten Renten- oder Lebensversicherung finanziell für das Alter vor. Allerdings zeigt die Studie auch, dass immer noch rund 24 Prozent und somit fast jeder Vierte der gesetzlich Rentenversicherten neben der gesetzlichen Rentenversicherung noch keine zusätzliche Altersvorsorge hat.

Hilfe zur Selbsthilfe

Wer sichergehen möchte, dass die gesetzliche und eventuell bereits vorhandene private Altersvorsorge reicht, um im Rentenalter den Lebensstandard halten zu können, sollte sich von einem Versicherungsfachmann beraten lassen.

Dieser berechnet nicht nur, welches Einkommen im Alter dazu notwendig wäre, sondern ermittelt auch die individuelle gesetzliche Rentenhöhe sowie das voraussichtliche sonstige Einkommen im Rentenalter zum Beispiel aus vorhandenen Kapitalanlagen und Altersvorsorgelösungen.

Besteht zwischen dem wahrscheinlichen Alterseinkommen und den eigentlich notwendigen Einkünften eine Diskrepanz, lässt sich diese mit Altersvorsorgeprodukten, die zum Teil auch staatlich gefördert werden, schließen. Selbst wer derzeit keinen finanziellen Spielraum dafür sieht, erfährt durch eine umfassende Beratung oftmals von Absicherungslösungen, auf die er ohne eine gründliche Analyse nicht gekommen wäre.

.

Weitere News zum Thema

  • Riester-Rente als Stabilitätsanker für das Alter

    [] Das absinkende Versorgungsniveau vor Steuern in der gesetzlichen Rentenversicherung sollte eigentlich durch die staatlich geförderte private Altersvorsorge (Riester-Rente) auf stabil hohem Niveau gehalten werden. Folgen Riester-Sparer dem Regelwerk vollständig, können sie nach einer Modellrechnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales auf ein Versorgungsniveau vor Steuern aus gesetzlicher Altersrente und Riester-Rente von über 50 Prozent kommen. mehr

  • Streitklärung ohne Gerichtsverfahren

    [] Ein teures, langwieriges und für viele auch nervenaufreibendes Gerichtsverfahren muss nicht immer sein, um eine auf den ersten Blick festgefahrene Auseinandersetzung zu klären. Eine zumeist kostengünstigere und schnellere Alternative ist das Mediationsverfahren. mehr

  • Wenn bei der Weihnachtsfeier ein Unfall passiert

    [] Normalerweise greift der gesetzliche Unfallschutz nicht nur für Unfälle während der Arbeit und auf dem Weg von oder zur Arbeit, sondern auch, wenn der Arbeitnehmer auf einer Veranstaltung des Arbeitgebers verunfallt und sich dabei verletzt. Allerdings gilt dies nicht für alle betrieblichen Events. mehr

  • Reform der Betriebsrenten bringt 2018 zahlreiche Neuerungen

    [] Mit mehr staatlicher Förderung und dem Wegfall von Rentengarantien will die Regierungskoalition die Betriebsrenten in Deutschland ausbauen. Doch das ist mit Nachteilen für die Betriebsrentner verbunden: Bei den neu abgeschlossenen Betriebsrenten ab 1.1.2018 wird es keine Garantie der eingezahlten Beiträge mehr geben. mehr

  • Betriebliche Altersvorsorge unabhängig von der Betriebsgröße

    [] (verpd) Wie eine offizielle Statistik zeigt, haben anteilig weit mehr Arbeitnehmer in großen als in kleinen Betrieben eine betriebliche Altersvorsorge (bAV). Und das, obwohl jeder rentenversicherungs-pflichtige Arbeitnehmer ein Recht auf diese Art der Altersversorgung hat. Doch auch wenn ein Arbeitgeber nicht aktiv seinen Arbeitnehmern eine bAV-Lösung anbietet, muss der einzelne Arbeitnehmer nicht auf eine solche Altersvorsorgelösung und die damit verbundenen Vorteile verzichten. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.