Ungenutzte Vorteile der betrieblichen Altersvorsorge

 - 

(verpd) Eine jüngst veröffentlichte Untersuchung zeigt, inwieweit Arbeitnehmer ihr seit dem Jahr 2002 bestehendes Recht nutzen, Teile des Arbeitslohnes oder Gehaltes in eine betriebliche Altersversorgung (bAV) umzuleiten. Zwar haben vier von zehn Arbeitnehmer bereits einen Vertrag zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) abgeschlossen, doch im Umkehrschluss heißt das auch, dass knapp 60 Prozent die Vorzüge dieser Vorsorgemöglichkeit nicht nutzen.

Der Anteil der Angestellten und Arbeiter mit einem Vertrag zur betrieblichen Altersvorsorge (bAV) hat sich zwischen 2003 und 2013 verdreifacht und liegt derzeit bei 42 Prozent. Doch immer noch verzichten somit 58 Prozent auf die Vorteile, die eine bAV bietet. Dies ist ein Ergebnis einer aktuellen Studie der YouGov Deutschland AG, einem Marktforschungs-Unternehmen.

Für die Untersuchung wurden Mitte November 2013 1.056 aktuell abhängig Beschäftigte befragt. Die Stichprobe repräsentiert nach YouGov-Angaben eine Gesamtheit von 26,3 Millionen Arbeitnehmern in Deutschland.

Die Vorteile der betrieblichen Altersversorgung

Eine bAV bietet diverse Vorzüge für Arbeitnehmer und Arbeitgeber: Arbeitnehmer können durch Steuer- und Sozialversicherungs-Ersparnisse für die Beiträge, die sie in die bAV einzahlen, ihre Abzüge vom Bruttolohn mindern. Konkret: 2014 können Arbeitnehmer bis zu 2.856 € steuer- und sozialversicherungsfrei – das sind jährlich vier Prozent der Beitragsbemessungs-Grenze West der Rentenversicherung – sowie weitere 1.800 € steuerfrei in einen bAV-Vertrag einzahlen.

Arbeitgeber wiederum können die Beiträge zur bAV als Betriebsausgaben geltend machen und Lohnnebenkosten durch Einsparungen von Sozialversicherungs-Beiträgen reduzieren. Zudem unterstützt eine bAV eine langfristige Mitarbeiterbindung.

Wer als Arbeitnehmer noch keine bAV-Vorsorge hat, sollte sich bei seinem Arbeitgeber erkundigen, welche betriebliche Altersversorgung in dem Unternehmen angeboten wird. Arbeitgeber, die für ihre Mitarbeiter noch keine bAV anbieten, erfahren bei einem Versicherungsfachmann, welche detaillierten Vorteile dies für sie bringt und welche Lösungen hier möglich sind.

Weitere News zum Thema

  • Streitklärung ohne Gerichtsverfahren

    [] Ein teures, langwieriges und für viele auch nervenaufreibendes Gerichtsverfahren muss nicht immer sein, um eine auf den ersten Blick festgefahrene Auseinandersetzung zu klären. Eine zumeist kostengünstigere und schnellere Alternative ist das Mediationsverfahren. mehr

  • Wenn bei der Weihnachtsfeier ein Unfall passiert

    [] Normalerweise greift der gesetzliche Unfallschutz nicht nur für Unfälle während der Arbeit und auf dem Weg von oder zur Arbeit, sondern auch, wenn der Arbeitnehmer auf einer Veranstaltung des Arbeitgebers verunfallt und sich dabei verletzt. Allerdings gilt dies nicht für alle betrieblichen Events. mehr

  • Reform der Betriebsrenten bringt 2018 zahlreiche Neuerungen

    [] Mit mehr staatlicher Förderung und dem Wegfall von Rentengarantien will die Regierungskoalition die Betriebsrenten in Deutschland ausbauen. Doch das ist mit Nachteilen für die Betriebsrentner verbunden: Bei den neu abgeschlossenen Betriebsrenten ab 1.1.2018 wird es keine Garantie der eingezahlten Beiträge mehr geben. mehr

  • Betriebliche Altersvorsorge unabhängig von der Betriebsgröße

    [] (verpd) Wie eine offizielle Statistik zeigt, haben anteilig weit mehr Arbeitnehmer in großen als in kleinen Betrieben eine betriebliche Altersvorsorge (bAV). Und das, obwohl jeder rentenversicherungs-pflichtige Arbeitnehmer ein Recht auf diese Art der Altersversorgung hat. Doch auch wenn ein Arbeitgeber nicht aktiv seinen Arbeitnehmern eine bAV-Lösung anbietet, muss der einzelne Arbeitnehmer nicht auf eine solche Altersvorsorgelösung und die damit verbundenen Vorteile verzichten. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.