Steuern sparen durch Altersvorsorge

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Wer noch im Jahr 2014 beginnt, mit der betrieblichen Altersversorgung (bAV) eine zusätzliche Rente anzusparen, kann sich für das gesamte Jahr steuerliche Vorteile sichern.

Seit zwölf Jahren hat jeder Arbeitnehmer in Deutschland das Recht, über seinen Arbeitgeber einen Teil seines Gehalts in eine betriebliche Altersversorgung (bAV) einzubringen und so von Steuervorteilen, die diese Art der Altersvorsorge mit sich bringt, zu profitieren. Das Verfahren nennt sich Entgeltumwandlung.

Die vom Arbeitnehmer geleisteten Beiträge für die bAV mindern seine Abzüge vom Bruttolohn, und zwar die Lohnsteuer und die zu zahlenden Sozialabgaben, sofern das Gehalt unter den verschiedenen Beitragsbemessungsgrenzen liegt.

Zudem beteiligen sich viele Arbeitgeber mit betrieblichen oder tariflichen Zuschüssen. Dadurch kann für die Altersversorgung deutlich mehr angespart werden, als dem Einzelnen beim Nettolohn fehlt.

Die Steuer- und Abgabenfreiheit gilt im laufenden Jahr für bAV-Beiträge bis 2.856 € (4 % der jeweils gültigen Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Rentenversicherung in Westdeutschland). Zudem können weitere steuerfreie bAV-Beiträge bis 1.800 € in Direktversicherungsverträge ab 2005 eingezahlt werden. Bei einem Grenzsteuersatz von 30 % bringt das eine maximale Steuerersparnis von rund 1.400 €.

Mehr Geld im Alter

Sinnvoll ist es auch, Sonderzahlungen wie das Weihnachtsgeld ganz oder teilweise für die bAV zu nutzen. So kann die Zusatzrente angespart werden, ohne dafür auf den Monatslohn zurückgreifen zu müssen. Außerdem kann man mit der Umwandlung des Weihnachtsgelds zum Jahresende noch rückwirkend den für das ganze Jahr zur Verfügung stehenden Förderrahmen ausschöpfen.

Eines der wichtigsten Vorteile der bAV: Mithilfe der mit der bAV zusätzlich angesparten, monatlichen Rente kann die im Rentenalter mögliche Einkommenslücke, die die gesetzliche Rente im Vergleich zum bisherigen Verdienst hinterlässt, zumindest teilweise ausgeglichen werden.

Ein weiterer Vorteil der betrieblichen Altersversorgung gegenüber einer privaten Rentenversicherung und einer Riester-Rente besteht in den geringeren Vertriebs- und Verwaltungskosten, da es sich bei der betrieblichen Police um einen Gruppenvertrag handelt.

Um von den Vorteilen der bAV profitieren zu können, ist es notwendig, sich beim Arbeitgeber zu erkundigen, welche betriebliche Altersversorgung in dem Unternehmen angeboten wird. Dabei sollte geklärt werden, bis wann eine Entscheidung getroffen werden muss, um die maximale Förderung der bAV noch in diesem Jahr nutzen zu können. Zudem sollte man sich einen auf den individuellen Bedarf und die persönlichen Wünsche zugeschnittenen Vorschlag ausrechnen lassen und rechtzeitig darüber entscheiden.

Bedenken Sie, dass die Entgeltumwandlung zwei Nachteile hat: Erstens verringern sie die Ansprüche an die gesetzliche Rentenversicherung und an das Arbeitsamt. Zweitens sind die Auszahlungen aus einer betrieblich organisierten Altersversorgung beitragspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) . Wer in der Ansparphase über der Beitragsbemessungsgrenze zur GKV verdient (2014: 4.050,00 € p.M.), spart keine Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, muss aber auf die späteren Auszahlungen die vollen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung bezahlen. Deshalb lohnt sich eine vom Arbeitnehmer finanzierte Betriebsrente (Entgeltumwandlung) lediglich bei einem Bruttoverdienst unter 4.050,00 € im Monat. Anders verhält es sich freilich, wenn der Arbeitgeber einen Zuschuss gewährt, weil dieser schließlich auch von der Senkung des beitragspflichtigen Gehalts profitiert.

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