Seit 1.1.2017: Mehr betriebliche Altersversorgung möglich

Seit 1.1.2017: Mehr betriebliche Altersversorgung möglich

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Mit der Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung steigt auch der Teil des Gehalts, den der Arbeitgeber im Rahmen einer betrieblichen Altersversorgung steuer- und abgabenfrei in eine Direktversicherung, Pensionskasse oder einen Pensionsfonds abführen kann. Der Höchstbetrag steigt von 2.976 auf 3.048 Euro pro Jahr.

Für nächstes Jahr steht eine große Reform der Betriebsrente an. Mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz will das Bundeskabinett ab 1.1.2018 dem seit Jahren stagnierenden Absatz von Produkten der betrieblichen Altersversorgung zusätzlich auf die Sprünge helfen.

Zentrale Punkte, die die Regierung bis zum Sommer endgültig beschließen will, sind etwa eine "Opting-Out-Regel", eine höhere Steuer-Förderung und ein Freibetrag bei der Anrechnung auf die Grundsicherung im Alter. Eine "Opting-Out-Klausel" in Tarifverträgen soll künftig dazu führen, dass zunächst eine Entgeltumwandlung für alle Beschäftigten einer Branche gilt. Einzelne können dann aber gegen diese optieren ("opting out"). So haben Sparer weiterhin alle Freiheiten bei der Planung ihrer privaten zusätzlichen Altersvorsorge, es wird aber mehr Druck erzeugt.

Den niedrigsten Verbreitungsgrad hat die betriebliche Altersversorgung unter Geringverdienern. Das hat die Politik erkannt und will mit einem neuen Förderbetrag für Beschäftigte mit einem Bruttoeinkommen von bis zu 2.000 Euro monatlich locken. Er soll 30 Prozent betragen und an den Arbeitgeber im Wege der Verrechnung mit der vom Arbeitgeber abzuführenden Lohnsteuer ausgezahlt werden. "Für Beiträge von mindestens 240 bis 480 Euro im Kalenderjahr beträgt der Förderbetrag somit 72 bis maximal 144 Euro im Kalenderjahr", erklärt das Bundessozialministerium.

Ein Argument vieler Geringverdiener ist oft, dass sich zusätzliche Altersvorsorge nicht lohnt da die daraus resultierenden Renten im Alter auf die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung angerechnet werden. Hier steuert der neue Entwurf gegen: Zusatzrenten wie Betriebs- und Riester-Renten sollen künftig bis zu 202 Euro anrechnungsfrei bleiben.

Zudem soll die Riester-Rente im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung von einer alten Falle befreit werden: Führt der Abschluss einer Riester-Rente über den Betrieb bislang dazu, dass im Alter Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge fällig werden, so soll dieses Manko nun durch das Betriebsrentengesetz beseitigt werden. Künftig sollen alle Riester-Renten im Alter gleich belastet werden.

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