Mehr Rente statt hohem Lohnabzug

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(verpd) Viele Arbeitnehmer haben noch keine betriebliche Altersversorgung (bAV). Wer noch in 2014 beginnt, mit dieser Altersvorsorgeform eine Zusatzrente anzusparen, kann sich für das ganze Jahr finanzielle Vorteile sichern.

Seit mittlerweile zwölf Jahren hat jeder Arbeitnehmer in Deutschland das Recht, über seinen Arbeitgeber einen Teil seines Lohnes oder Gehaltes in eine betriebliche Altersversorgung (bAV) einzubringen und so von diversen Vergünstigungen, die diese Art der Altersvorsorge mit sich bringt, zu profitieren.

So können die vom Arbeitnehmer geleisteten Beiträge für die bAV seine Abzüge vom Bruttolohn – konkret die zu zahlenden Sozialabgaben und Lohnsteuer – deutlich mindern. Zudem beteiligen sich viele Arbeitgeber mit betrieblichen oder tariflichen Zuschüssen. Dadurch kann für die Altersversorgung deutlich mehr angespart werden, als dem Einzelnen beim Nettolohn fehlt.

Mehr Geld im Alter

Sinnvoll ist es auch, Sonderzahlungen wie das Weihnachtsgeld ganz oder teilweise für die bAV zu nutzen. So kann die Zusatzrente angespart werden, ohne dafür auf den Monatslohn zurückgreifen zu müssen. Außerdem kann man mit der Umwandlung des Weihnachtsgeldes zum Jahresende noch rückwirkend den für das ganze Jahr zur Verfügung stehenden Förderrahmen ausschöpfen.

Eines der wichtigsten Vorteile der bAV: Mithilfe der mit der bAV zusätzlich angesparten, monatlichen Rente kann die im Rentenalter mögliche Einkommenslücke, die die gesetzliche Rente im Vergleich zum bisherigen Verdienst hinterlässt, zumindest teilweise ausgeglichen werden.

Um von den Vorteilen der bAV profitieren zu können, ist es notwendig sich beim Arbeitgeber zu erkundigen, welche betriebliche Altersversorgung in dem Unternehmen angeboten wird. Dabei sollte geklärt werden, bis wann eine Entscheidung getroffen werden muss, um die maximale Förderung der bAV noch in diesem Jahr nutzen zu können. Zudem sollte man sich einen auf den individuellen Bedarf und die persönlichen Wünsche zugeschnittenen Vorschlag ausrechnen lassen und rechtzeitig darüber entscheiden.

Auszahlungen aus einer betrieblich organisierten Altersversorgung sind beitragspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) . Wer in der Ansparphase über der Beitragsbemessungsgrenze zur GKV verdient (2014: 4.050,00 € p.M.), spart keine Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, muss aber auf die späteren Auszahlungen die vollen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung bezahlen. Deshalb lohnt sich eine vom Arbeitnehmer finanzierte Betriebsrente (Entgeltumwandlung) lediglich bei einem Bruttoverdienst unter 4.050,00 € im Monat. Anders verhält es sich freilich, wenn der Arbeitgeber einen Zuschuss gewährt, weil dieser schließlich auch von der Senkung des beitragspflichtigen Gehalts profitiert.

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