Keine Betriebsrente wegen zu spätem Beschäftigungsbeginn

 - 

Manche Arbeitnehmer können eine böse Überraschung erleben, wenn sie mit 65 Jahren eine Betriebsrente beantragen wollen. Denn einige Versorgungsordnungen sehen vor, dass diejenigen, die erst mit 50 Jahren oder noch später in das Unternehmen eingetreten sind, von der Betriebsrente ausgeschlossen sind.

Solche Klauseln hielt das Bundesarbeitsgericht in einer Entscheidung vom 12.11.2013 für rechtmäßig (Az. 3 AZR 356/12).

Verhandelt wurde vor dem BAG über den Fall einer 1944 geborenen Frau, die knapp 52 Jahre alt war, als sie im Februar 1996 eine Tätigkeit als Verkäuferin aufnahm. Nachdem sie mit 65 Jahren in Rente gegangen war, beantragte sie Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung ihres Ex-Arbeitgebers.

Unter Berufung auf den Leistungsplan der Unterstützungskasse verweigerte der Arbeitgeber der Klagenden die Betriebsrente. Denn dieser Plan sah vor, dass Leistungen nur Beschäftigten zustehen, die bei ihrem Eintritt in das Unternehmen noch nicht das 50. Lebensjahr vollendet hatten.

Die Klägerin sah darin eine unzulässige Benachteiligung wegen ihres Alters. Entsprechende Bedenken teilte das BAG aber nicht und wies die Klage wie die Vorinstanzen ab.

Quelle: "Der GeldBerater", März 2014

Aktuelle Anlage-Empfehlungen finden Sie monatlich in den "Geldtipps konkret!".

Weitere News zum Thema

  • Höhe der Betriebsrente erst ab Rentenbeginn sicher

    [] Ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts zeigt erneut, dass Betriebsrenten zwar im Grundsatz, nicht jedoch in der Höhe sicher sind. Das gilt insbesondere dann, wenn die laufenden Betriebsrenten aus einem Anlagefonds finanziert werden. mehr

  • Betrieblicher Altersversorgung: Kein Ausschluss von Minijobbern

    [] Die Hälfte der Minijobber erhält noch nicht einmal den Mindestlohn – diese offenkundige Diskriminierung von Minijobbern war Anfang 2017 ein großes Thema und wurde – zu Recht – insbesondere von den Gewerkschaften angeprangert. Verwunderlich ist allerdings, dass sozusagen im eigenen Laden bei den Gewerkschaften eine ganz ähnliche Diskriminierung für rechtens empfunden wird. mehr

  • Betriebsrente: Übertragung zum neuen Arbeitgeber möglich und sinnvoll

    [] Viele Arbeitnehmer, die ihren Job wechseln, haben Betriebsrentenansprüche, die ihnen gehören. Doch was können sie damit machen? Im Zweifelsfall dürfte es sich heute oft anbieten, die alte Betriebsrente einfach ruhen zu lassen und – falls der neue Arbeitgeber eine attraktive Betriebsrente anbietet – einen weiteren Betriebsrentenanspruch aufzubauen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.