Keine abschlagsfreie Betriebs- und Zusatzrente ab 63 Jahren

 - 

Die abschlagsfreie Rente ab 63 Jahren für besonders langjährig Versicherte (45 Pflichtbeitragsjahre inkl. ALG I) soll nicht in das Betriebsrentengesetz übernommen werden.

Für alle Betriebsrenten in der Privatwirtschaft und auch für alle Zusatzrenten im öffentlichen Dienst, die ja grundsätzlich ebenfalls im Betriebsrentengesetz (BetrAVG) geregelt werden, fällt die Möglichkeit eines abschlagsfreien Rentenbezugs ab 63 Jahren nach 45 Pflichtversicherungsjahren in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) bzw. der Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst (ZÖD) weg.

Das bedeutet beispielsweise für einen in der Zeit vom 1.7.1951 bis 31.12.1952 geborenen Angestellten (mit 45 Pflichtversicherungsjahren in der bAV bzw. ZÖD bis zum vollendeten 63. Lebensjahr), der mit 63 vorzeitig in Rente gehen will, zweierlei: 1. abschlagsfreie gesetzliche Rente, aber 2. Betriebs- bzw. Zusatzrente mit 8,7 % bzw. 9 % Abschlag (Jahrgang 1951 bzw. 1952).

Das wird die Vorfreude der langgedienten Angestellten auf ihren frühen Ruhestand doch etwas dämpfen. Am 21.1.2014 war die abschlagsfreie Betriebs- bzw. Zusatzrente ab 63 Jahren laut Interpretation des BetrAVG und des für Angestellte im öffentlichen Dienst geltenden ATV noch möglich.

Siehe auch: Früher in Betriebsrente

Weitere News zum Thema

  • Betriebliche Altersvorsorge unabhängig von der Betriebsgröße

    [] (verpd) Wie eine offizielle Statistik zeigt, haben anteilig weit mehr Arbeitnehmer in großen als in kleinen Betrieben eine betriebliche Altersvorsorge (bAV). Und das, obwohl jeder rentenversicherungs-pflichtige Arbeitnehmer ein Recht auf diese Art der Altersversorgung hat. Doch auch wenn ein Arbeitgeber nicht aktiv seinen Arbeitnehmern eine bAV-Lösung anbietet, muss der einzelne Arbeitnehmer nicht auf eine solche Altersvorsorgelösung und die damit verbundenen Vorteile verzichten. mehr

  • Betriebsrente: Keine Hinterbliebenenrente für die neue Ehefrau

    [] Rund um die Betriebsrente gibt es immer wieder kurios anmutende Rechtskonstellationen. So gibt es betriebliche Versorgungsordnungen, die zwar eine Hinterbliebenenrente vorsehen – aber nur für den Ehepartner, mit dem der Arbeitnehmer bei Vertragsabschluss verheiratet war. Das kann ganz in Ordnung sein – oder auch nicht. mehr

  • Risiken des Gesetzes zur Stärkung der Betriebsrente

    [] Der Bundestag hat heute ein weiteres Rentenpaket beschlossen. Der Staat möchte mit Zuschüssen und Steuerförderungen die betriebliche Altersversorgung stärken. Zudem gibt es höhere Riester-Zulagen, mehr Erwerbsminderungsrente für Neufälle und eine Rentenangleichung Ost. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.