Gehaltsumwandlung: Höhere Altersvorsorge, niedrigere Lohnabzüge

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(verpd) Seit Anfang dieses Jahres können Arbeitnehmer durch eine Gehaltsumwandlung bei der betrieblichen Altersvorsorge noch mehr Steuern und Sozialabgaben sparen als letztes Jahr.

Denn seit Jahresbeginn ist selbst bei einem gleichbleibenden Einkommen der betragsmäßige Wert, den jeder Arbeitnehmer sozialabgaben- und steuerfrei in eine betriebliche Altersvorsorge einzahlen kann, gestiegen.

Wie im Internetauftritt des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu lesen ist, wird sich die Alterssicherung „in Zukunft stärker als bisher auf drei Säulen stützen müssen: die gesetzliche Rentenversicherung, die betriebliche Altersversorgung und die private Altersvorsorge (Riester-Rente)“. Jeder Arbeitnehmer hat auch deswegen seit 2002 einen Anspruch darauf, dass ihm sein Arbeitgeber eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) anbietet.

Dabei besteht die Möglichkeit, durch eine Gehaltsumwandlung, also durch Teile seines Gehaltes oder Sonderzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld, eine Zusatzrente aufzubauen. Welche Form der betrieblichen Altersvorsorge dem Arbeitnehmer zur Verfügung steht, entscheidet der Arbeitgeber. Zum Beispiel ist die Einzahlung in einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder eine Direktversicherung möglich. Arbeitnehmer, deren Arbeitgeber von sich aus keine bAV anbieten, können eine Entgeltumwandlung über eine Direktversicherung fordern.

Steuer- und sozialabgabenfreie Beiträge

Arbeitnehmer können beispielsweise durch Steuer- und Sozialversicherungs-Ersparnisse für die Beiträge, die sie in Form einer Gehaltsumwandlung in die bAV einzahlen, ihre Abzüge vom Bruttolohn mindern. Nach der aktuellen gesetzlichen Regelung sind Beiträge in Höhe von vier Prozent der Beitragsbemessungs-Grenze West der Rentenversicherung steuer- und sozialversicherungsfrei.

Die Beitragsbemessungs-Grenze in der gesetzlichen Rentenversicherung West wurde zum 1.1.2015 von 71.400 € in 2014 auf 72.600 € in 2015 angehoben. Arbeitnehmer können demnach vier Prozent davon, also statt 2.856 € in 2014 nun 2.904 € in 2015, steuer- und sozialabgabenfrei sowie weitere 1.800 € steuerfrei in einen bAV-Vertrag in Form einer Pensionskasse, eines Pensionsfonds oder einer Direktversicherung einzahlen.

Materielle und immaterielle Vorteile für Arbeitgeber

Arbeitgeber können die Beiträge zur bAV als Betriebsausgaben geltend machen und Lohnnebenkosten durch Einsparungen von Sozialversicherungs-Beiträgen reduzieren. Zudem unterstützt eine bAV eine langfristige Mitarbeiterbindung. Arbeitgeber, die für ihre Mitarbeiter noch keine bAV anbieten, können bei einem Versicherungsfachmann die detaillierten Vorteile der verschiedenen bAV-Lösungen erfahren.

Arbeitnehmer, die noch keine bAV-Vorsorge haben, sollten sich bei ihrem Arbeitgeber erkundigen, welche betriebliche Altersversorgung dieser anbietet.

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