Gegen Nachwuchssorgen im Unternehmen

 - 

(verpd) Diverse repräsentative Umfragen ergaben, dass für die Mehrheit der Beschäftigten die Familienfreundlichkeit eines Unternehmens bei der Jobsuche, aber auch bei der Motivation und Loyalität zum Arbeitgeber eine sehr wichtige Rolle spielt.

Was Arbeitgeber tun können, damit ihre Mitarbeiter Beruf und Familie noch besser vereinbaren können, zeigen vor Kurzem von offiziellen Stellen veröffentlichte Broschüren.

Die Personalmarketingstudie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BFSFJ), welche vom Marktforschungs-Unternehmen GfK durchgeführt wurde, belegt, wie wichtig die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei der Mitarbeiterbindung und -suche ist. In einer repräsentativen Umfrage gaben 91 Prozent der 25- bis 39-Jährigen mit Kindern unter 18 Jahren an, dass ihnen bei der Wahl des Arbeitgebers die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wichtiger oder zumindest genauso wichtig ist wie das Gehalt.

Bei den 40 bis 49 Jahre alten Arbeitnehmern waren es immerhin noch 70 Prozent. Zudem gaben 75 Prozent der 25- bis 39-jährigen und 60 Prozent der 40- bis 49-jährigen Befragten an, sich vorstellen zu können, aufgrund einer besseren Familienfreundlichkeit zu einem anderen Arbeitgeber zu wechseln. Fast jeder dritte Arbeitnehmer hat dies schon getan. Hilfe bei der Umsetzung, damit ein Unternehmen familienfreundlicher wird, bieten unter anderem zwei vom BFSFJ und vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag e.V. (DIHK) vor Kurzem herausgegebene Broschüren.

Mit Familienfreundlichkeit bei Arbeitnehmern punkten

Der 120-seitige Ratgeber „Checkheft familienorientierte Personalpolitik für kleine und mittlere Unternehmen“ zeigt anhand von konkreten Ideen und Beispielen, in welchen Bereichen Firmen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für ihre Beschäftigten stärken können. Insgesamt werden acht Schwerpunkte behandelt: Personalmarketing und innere Kommunikation, Arbeitszeitgestaltung, flexibler Arbeitsort, Kinderbetreuung, Elternzeit und Wiedereinstieg, familienbewusste Aus- und Weiterbildung, Pflege von Angehörigen und der mögliche Service für Familien.

Ergänzend dazu zeigt der 59-seitige Leitfaden „Mit Familienfreundlichkeit Personal gewinnen“, wie Firmen ihre vorhandenen Angebote, Familie und Beruf besser in Einklang zu bringen, konkret bei der Mitarbeitergewinnung vorteilhaft einsetzen können. Praxisbeispiele geben entsprechende Tipps von der zielgerichteten Ansprache unterschiedlicher Bewerbergruppen, unter anderem in den sozialen Netzwerken, bis hin zum Bewerbungsgespräch. Beide genannten Broschüren sind kostenlos herunterladbar.

Unter www.beruf-und-familie.de, einer Initiative der gemeinnützigen Hertie-Stiftung, gibt es neben diversen Informationen auch einen kostenlosen Onlinefragebogen, mit dem Firmen ihre Personalpolitik in Bezug auf das Familienbewusstsein überprüfen können. Weitere Tipps und Hilfen zum Thema „Familienfreundlicher Arbeitsplatz“ bieten die Webseiten www.erfolgsfaktor-familie.de und www.mittelstand-und-familie.de des BFSFJ.

Wie Arbeitgeber noch ihre Attraktivität steigern können

Wie die Praxisbeispiele in den genannten Broschüren zeigen, haben schon zahlreiche Unternehmen das Potenzial von familienfreundlichen Arbeitsplätzen erkannt und setzen bereits darauf. Doch es gibt auch weitere Möglichkeiten, wie sich Firmen als gute Arbeitgeber für potenzielle Bewerber, aber auch für die bereits vorhandenen Arbeitnehmer profilieren können.

Mit einer Gruppen-Unfallversicherung entlasten Unternehmen beispielsweise ihre Mitarbeiter finanziell und sichern sie zudem im Ernstfall besser ab. Versicherbar sind beispielsweise Unfälle, die sich auf Dienstreisen, im Betrieb oder auch im Beruf und in der Freizeit ereignen. Voraussetzung ist, dass eine Firma mindestens drei Personen in einem Vertrag versichert.

Auch eine betriebliche Altersvorsorge und/oder eine betriebliche Krankenversicherung helfen Firmen, ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern. Abgesehen davon haben solche Absicherungslösungen oftmals auch für das Unternehmen selbst weitere Vorteile, wie steuerliche Absetzbarkeit und Einsparungen bei den Lohnnebenkosten.

Weitere News zum Thema

  • Seit 1.1.2017: Mehr betriebliche Altersversorgung möglich

    [] Mit der Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung steigt auch der Teil des Gehalts, den der Arbeitgeber im Rahmen einer betrieblichen Altersversorgung steuer- und abgabenfrei in eine Direktversicherung, Pensionskasse oder einen Pensionsfonds abführen kann. Der Höchstbetrag steigt von 2.976 auf 3.048 Euro pro Jahr. mehr

  • Viele sorgen finanziell nicht für ihr Alter vor

    [] (verpd) Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) stellte vor Kurzem eine Studie vor, wonach immer noch rund jeder vierte gesetzlich Rentenversicherte keine zusätzliche Altersvorsorge zur gesetzlichen Rente hat. Dabei rät selbst die Bundesregierung den Bürgern neben der gesetzlichen Rente zusätzlich vorzusorgen, um im Rentenalter zumindest den bisherigen Lebensstandard halten zu können. mehr

  • Reform der Betriebsrente geplant

    [] Bei Betriebsrenten soll es ab 1.1.2018 weniger Garantien geben. Die doppelte Beitragszahlung in die Krankenkasse steht auf der Kippe. mehr

  • Rente erhöhen und gleichzeitig Lohnabzüge verringern

    [] (verpd) Studien belegen, dass rund 40 Prozent der Arbeitnehmer noch keine betriebliche Altersversorgung (bAV) haben und damit auf sofortige niedrigere Lohnabzüge und ein höheres Einkommen im Rentenalter verzichten. Wer von den Vorteilen der bAV noch in 2016 profitieren möchte, hat jedoch die Möglichkeit dazu. mehr

  • Reform der Betriebsrente bekommt Kontur

    [] Der Referentenentwurf für Änderungen der betrieblichen Altersvorsorge ist für Ende Oktober angekündigt. Allerdings sind nicht allein Verbesserungen zu erwarten. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.