Eine wichtige Säule für die Altersvorsorge

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(verpd) Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat vor Kurzem neue Fakten zur Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) veröffentlicht.

Die Anzahl der Anwartschaften auf die betriebliche Altersvorsorge ist erheblich gestiegen. Insgesamt verfügen somit rund 60 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten über eine bAV-Anwartschaft, wie ein aktueller Forschungsbericht des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) zeigt.

Seit 2001 ist die Anzahl der Anwartschaften auf die betriebliche Altersvorsorge (bAV) um 38 Prozent angewachsen. Das ist das Ergebnis einer Befragung der bAV-Träger durch das Marktforschungsinstitut TNS Infratest im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Dem veröffentlichten Forschungsbericht „Trägerbefragung zur betrieblichen Altersversorgung 2013“ zufolge stieg die Zahl der Anwartschaften von rund 14,6 im Jahre 2001 auf 20,1 Millionen bis Ende 2013.

Insgesamt verfügten Ende 2013 17,791 Millionen sozialversicherungs-pflichtig Beschäftigte über eine Anwartschaft auf eine betriebliche Altersversorgung, wie den Daten zu entnehmen ist. Das ist ein Anteil von rund 60 Prozent. „Die Zahl derer, die aktuell aktiv betriebliche Altersvorsorge betreiben, ist damit allein seit 2011 um über eine halbe Million gestiegen“, berichtet das BMAS. Allerdings sei die Zahl der sozialversicherungs-pflichtig Beschäftigten seit 2011 in gleichem Maße angestiegen, sodass der Anteil von rund 60 Prozent unverändert ist.

Weitere Stärkung der bAV gefordert

Nach Ansicht des BMAS muss die bAV noch weiter gestärkt werden. „Betriebliche Alterssicherung muss auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Klein- und Mittelbetrieben selbstverständlich werden“, zieht das Ministerium als Fazit. Noch im laufenden Jahr will die Regierung Vorschläge veröffentlichen, mit denen mögliche Hemmnisse für eine stärkere Verbreitung in diesem Bereich beseitigt werden können.

Prinzipiell hat jeder Arbeitnehmer seit rund 13 Jahren in Deutschland das Recht, über seinen Arbeitgeber einen Teil seines Lohnes oder Gehaltes in eine betriebliche Altersversorgung (bAV) einzuzahlen. Er hat dabei die Möglichkeit, durch eine Gehaltsumwandlung, also durch Teile seines Gehaltes oder Sonderzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld, eine Zusatzrente aufzubauen. Dabei kann der Arbeitgeber entscheiden, welche Form der betrieblichen Altersvorsorge er dem Arbeitnehmer anbietet.

Vorteile für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Möglich ist beispielsweise die Einzahlung in einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder eine Direktversicherung. Bietet der Arbeitgeber von sich aus keine bAV an, kann der Arbeitnehmer eine Entgeltumwandlung über eine Direktversicherung fordern.

Eine betriebliche Altersvorsorge bietet diverse Vorteile für Arbeitnehmer, aber auch für Arbeitgeber. Arbeitnehmer können beispielsweise durch Steuer- und Sozialversicherungs-Ersparnisse für die Beiträge, die sie in Form einer Gehaltsumwandlung in die bAV einzahlen, ihre Abzüge vom Bruttolohn mindern. Arbeitgeber können die Beiträge zur bAV als Betriebsausgaben geltend machen und Lohnnebenkosten durch Einsparungen von Sozialversicherungs-Beiträgen reduzieren.

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