Gesetzliche Rente in der Vertrauenskrise Rente mit 67 Altersvorsorge

Rente mit 67: Gesetzliche Rente in der Vertrauenskrise

Die neue Regelarbeitsgrenze von 67 Jahren findet bei den Menschen weiterhin keinen Anklang. Rund zwei Drittel der Befragten lehnen die ab 2029 geltende neue Renteneintrittsgrenze ab. Auch sonst sind vor allem die unter 50-Jährigen mit der gesetzlichen Rentenabsicherung eher unzufrieden.

Nach der in Berlin vom Institut für neue soziale Antworten (Insa) vorgestellten Studie zur Untersuchung der Befindlichkeiten der Generation 50+ sind 76 Prozent der Älteren und 67 Prozent der 18- bis unter 50-Jährigen der Ansicht, dass jemand auch bis zum 69. Lebensjahr arbeiten können sollte, falls er dies denn wünsche.

Nur noch fünf Prozent der Menschen im Alter von unter 50 Jahren und auch nur acht Prozent der Generation 50+ halten zudem die gesetzliche Rentenversicherung auf Dauer für sicher. Für die heutige Rentnergeneration sehen die Umfragewerte allerdings deutlich besser aus: 55 Prozent der befragten Menschen im Alter von 50 Jahren und älter sehen ihre Rente als gesichert an.

Die Umfrage unter 3.055 Bürgern im Alter ab 18 Jahren wurde vom Meinungs- und Marktforschungsinstitut YouGov durchgeführt. Danach verfügt die Generation 50+ inzwischen über die Mehrheit der Wahlberechtigten und besitzt über 60 Prozent aller Haushaltsvermögen. Allen Befragten gemeinsam ist die große Sorge, pflegebedürftig zu werden (67 Prozent unter 50 Jahre, 76 Prozent über 50 Jahre).

Die Angst vor Altersarmut nimmt weiter zu

Die Sorge, dass das Geld im Alter nicht reichen wird, haben 66 Prozent der heute unter 50 Jahre alten Bürger. Bei den älteren ist es immerhin noch fast jeder zweite (48 Prozent). Das Prinzip, dass Altersrente Lohn für Lebensleistung ist, gelte oftmals nicht mehr, heißt es in der Studie. Wer sein Leben lang gearbeitet habe, bekomme häufig nicht mehr als die Grundsicherung.

Wenn möglich, würden die Deutschen der Studie zufolge gerne den Umzug in ein Altersheim verhindern. Es mache durchaus Sinn, schon vor Erreichen der Lebensmitte die richtigen Entscheidungen für ein „sicheres Zuhause“ zu treffen. Die große und sogar zunehmende Zufriedenheit mit der eigenen Wohnung sei wesentlich. Von Mehrgenerationen-Wohnungen seien die jüngeren Menschen nicht überzeugt, so die Studie.

Wer sich nicht auf die gesetzliche Rentenabsicherung verlassen will und auch im Alter seinen Lebens- und Wohnstandard halten möchte, sollte bereits möglichst früh eine sinnvolle Altersvorsorge aufbauen. Dies kann über eine betrieblich sowie staatlich geförderte und/oder private Anlageform erfolgen.

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