Zwangsversteigerung vom Immobilien: So bieten Sie erfolgreich

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Schmerzlich für die Eigentümer, Chance für Schnäppchenjäger: Über 90.000 Immobilien werden jedes Jahr in Deutschland zwangsversteigert. Viele Häuser gehen dabei bis zu 50 Prozent unter ihrem Verkehrswert weg.

Um wirklich richtige Schnäppchen bei Zwangsversteigerungen zu ergattern, sollten Sie noch auf Folgendes achten:
  • Besichtigen Sie die Immobilie von innen, möglichst in Begleitung eines Architekten oder Bauingenieurs. Die Gläubigerbank ist meist bereit, Interessenten einen Termin für die Innenbesichtigung anzubieten. Allerdings muss Sie der künftige Ex-Eigentümer nicht reinlassen. Finger weg von Objekten, die Sie nicht inspizieren konnten!
  • Besuchen Sie zum Test zwei bis drei Versteigerungstermine, um den Ablauf kennenzulernen. Es kann sich lohnen, Kontakt mit der Gläubigerbank aufzunehmen - beim Ersttermin darf sie Gebote unter 70 Prozent ablehnen. Rufen Sie kurz vor dem Termin beim Amtsgericht an, ob der Termin auch stattfindet.
  • Gehen Sie besonnen in den Termin. Wichtig: Ausweis nicht vergessen! Setzen Sie sich ein Limit - möglichst knapp oberhalb einer bestimmten runden Summe (also z.B. 207.000 Euro). Bieten Sie in ungeraden Beträgen und ungleichen Schritten. Das verwirrt die Mitbieter. Überschreiten Sie auf keinen Fall im Eifer des Gefechts Ihr selbst gesetztes Preislimit.
  • Klären Sie vor dem Versteigerungstermin die Gesamtfinanzierung des Objekts. Sie müssen nach Ihrem ersten Gebot die Sicherheitsleistung in Höhe von 10 Prozent des Verkehrswerts hinterlegen. Das geht per Vorab-Überweisung an die Gerichtskasse, selbstschuldnerischer Bankbürgschaft oder von Ihrer Bank ausgestelltem Verrechnungsscheck (seit Mitte Februar 2007 aber nicht mehr in bar). Der volle Kaufpreis ist nach vier bis sechs Wochen fällig.
Unser Geldtipp
Termine für Zwangsversteigerungen finden Sie beim Amtsgericht und zum Beispiel auch im Internet unter www.zwangsversteigerung.de.

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