Zuschüsse für altersgerechten Umbau

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Deutschland altert. Doch nur 5 Prozent aller Älteren leben nach einer Erhebung des Kuratoriums Deutsche Altershilfe in altersgerechten Wohnungen. Das bedeutet: 95 Prozent aller Seniorenwohnungen sind umbaubedürftig. Dafür stellt der Staat Zuschüsse und günstiges Geld zur Verfügung.

Treppen, Schwellen, enge Türen oder unzugängliche Badewannen – das sind nur einige von vielen Hindernissen für Ältere. Ein Umbau kann das Leben zu Hause nicht nur wesentlich erleichtern. Oft ermöglichen etwa Rampen, breitere Türen und Bewegungsflächen, barrierefreie Duschen, Aufzüge oder Treppenlifte überhaupt erst das weitere Wohnen in den eigenen vier Wänden.

Doch solch ein Um- und Ausbau ist teuer. Im Auftrag des Bundesbauministeriums fördert die KfW Bankengruppe deshalb altersgerechte Wohnungsanpassungen – entweder mit einem zinsgünstigen Kredit oder neuerdings auch mit einem Zuschuss. Ab einer Investitionssumme von 6.000 Euro bezuschusst die KfW 5 Prozent der Kosten – bis zu maximal 2.500 Euro je Wohneinheit. Der Antrag ist direkt bei der KfW (www.kfw.de) zu stellen. Dort gibt es auch die Antragsformulare und weitere Informationen.

Alternativ können je Wohneinheit bis zu 50.000 Euro bei einem jährlichen Effektivzinssatz ab 1,61 Prozent p.a. und einer zehnjährigen Zinsbindung sowie zehnjährigen Laufzeit als Kredit gewährt werden. Insgesamt ist eine variable Kreditlaufzeit bis zu 30 Jahre bei maximal fünf tilgungsfreien Anlaufjahren möglich. Das Darlehen kann aber auch vorzeitig ohne Vorfälligkeitsentschädigung zurückgezahlt werden. Die Kreditanträge sind bei Banken und Sparkassen zu stellen. Diese übernehmen die Abwicklung und zahlen die Darlehen aus.

An die attraktiven Kredite oder Zuschüsse können nicht nur private Eigentümer kommen, die ihre selbst genutzte oder vermietete Wohnung oder ihr Haus altersgerecht umbauen wollen. Auch der Erwerb von neu altersgerecht sanierten Wohngebäuden wird gefördert. Außerdem können auch Mieter die Zuschüsse oder Kredite erhalten, wenn sie mit Zustimmung des Vermieters ihre Wohnung altersgerecht umbauen lassen. Alle Baumaßnahmen müssen von Fachunternehmen durchgeführt werden und bestimmte technische Mindestanforderungen erfüllen. So muss etwa bei einer Verbreiterung des Türeingangs die Durchgangsbreite mindestens 80 Zentimeter betragen.

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