Riestern und damit die Immobilie finanzieren

 - 

Eigener Herd ist Goldes wert - besonders dann, wenn der Staat bei der Finanzierung hilft.

Mit der neuen Eigenheimförderung, dem sogenannten Wohn-Riester, können Besitzer einer selbst genutzten Wohnimmobilie ihr angespartes Riester-Vermögen in die eigenen vier Wände stecken und die staatlichen Zulagen in die Tilgung fließen lassen.

Wohn-Riester sorgt dafür, dass die selbst genutzte Immobilie als wichtiger Baustein für die Altersvorsorge in die staatliche Förderung integriert wird.

Tipp
Die Konzentration aller finanziellen Mittel auf die Entschuldung der Immobilie ist überaus sinnvoll. Wohn-Riester ist ein geeigneter Weg zum Ziel einer schuldenfreien Immobilie, das bis zum Ruhestand erreicht sein sollte.

Mit dem Wohn-Riester erweitert sich die Riester-Förderung um Baudarlehen, Bausparverträge und Riester-Renten mit Option auf einen späteren Baukredit sowie um die Möglichkeit, die Immobilie mit dem angesparten Altersvorsorgekapital zu entschulden.

Nicht nur bei Bausparkassen, sondern auch bei Lebensversicherern gibt es ab sofort die Riester-Rente mit dem Anspruch auf ein späteres zinsgünstiges Baudarlehen. Mit einer Riester-Rente können Sparer Vorsorge fürs Alter treffen und sich die Option auf einen späteren Immobilienerwerb offen halten.

Tipp
Wegen der betragsmäßigen Beschränkung (höchstens 2.100 Euro im Jahr) kann die Riester-Förderung nur einen recht kleinen Baustein zur Immobilienfinanzierung beitragen, ebenso wie die Riester-Rente nur einen kleinen Teil zur privaten Altersvorsorge abdecken kann.

Doch Wohn-Riester bietet einen Vorteil gegenüber den anderen Riester-Varianten: Der Zeitpunkt für die Inanspruchnahme der Finanzierung kann jederzeit während der Ansparphase der Riester-Rente liegen, also auch deutlich vor Rentenbeginn. Zudem kann die Riester-Rente bei Rentenbeginn ganz oder teilweise zur Rückzahlung des Darlehens eingesetzt werden.

Die Zulagen betragen bei der Wohn-Förderung jährlich 154 Euro für jeden Erwachsenen und 185 Euro für jedes Kind. Hat der Nachwuchs nach dem 1.1.2008 das Licht der Welt erblickt, sind es sogar 300 Euro im Jahr. Um in den Genuss der vollen Förderung zu gelangen, müssen 4 Prozent des sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens (maximal jedoch 2.100 Euro) abzüglich der Zulagen in den Vertrag eingezahlt werden.

Beispiel: Eine vierköpfige Familie kann auf diese Weise über einen Zeitraum von 20 Jahren bis zu 15.860 Euro an Zulagen erhalten. Und wer 25 Jahre oder jünger ist und bereits einen Riester-Vertrag hat oder noch abschließt, bekommt einmalig einen zusätzlichen Bonus von 200 Euro.

Tipp
Interessenten sollten mit dem Abschluss eines entsprechenden Vertrages noch etwas warten, da sich viele Angebote zum Wohn-Riester noch in der Vorbereitungsphase befinden. Beim Abschluss von Kreditverträgen sollten Sie den Wohn-Riester ausdrücklich einbeziehen. Nachträgliche Sondertilgungen werden meist nicht akzeptiert.
URL:
https://www.geldtipps.de/immobilien/themen/riestern-und-damit-die-immobilie-finanzieren