Bei geplanter Vermietung: Zeitpunkt für Reparaturen richtig wählen

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Beabsichtigen Eigenheimbesitzer ihre selbstgenutzte Immobilie zu vermieten, sollten sie Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten erst nach ihrem Auszug vornehmen lassen. Nur dann können sie diese Kosten als vorweggenommene Werbungskosten den Mieteinnahmen steuerlich gegenüberstellen.

Das entschied der Bundesfinanzhof (BFH, Az. IX R 51/08). Im behandelten Fall hatte ein Ehepaar im August 2002 in der von ihm bewohnten Eigentumswohnung den Heizkessel erneuern lassen. Im Juli 2003 zog das Paar in ein neues Einfamilienhaus.

Nach dem Umzug wurde die Eigentumswohnung vermietet. Die für den Heizkesselaustausch entstandenen Kosten in Höhe von 3000 Euro machte das Ehepaar als vorweggenommene Werbungskosten geltend.

Doch das Finanzamt versagte die Anerkennung. Der BFH entschied, dass Instandhaltungs- und Renovierungsaufwendungen während der Selbstnutzung einer Immobilie keine vorweggenommenen Werbungskosten sind, selbst wenn sie im Hinblick auf eine spätere Vermietung entstehen.

Dann handelt es sich um privat veranlasste Kosten, die nicht abzugsfähig sind.

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