Bausparvertrag: Der Staat spart mit

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Wenn eine Baufinanzierung abgeschlossen werden soll, denken viele an den Bausparvertrag. Bei langfristigem Vermögensaufbau eignet er sich als eine mögliche Finanzierungsvariante, bei kurzfristigem Kapitalbedarf dagegen eher nur als Teilkomponente der Baufinanzierung.

Vor allem Sparer, die vermögenswirksame Leistungen bekommen und Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage oder auf die Wohnungsbauprämie haben, profitieren von der staatlichen Förderung. Für den Bausparvertrag können verheiratete Arbeitnehmer bis zu 90 Euro Zulagen im Jahr bekommen. Hinzu kommen noch die vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers, die sich in einen Bausparvertrag einzahlen lassen.

Beispiel: Wenn ein Ehepaar monatlich 90 Euro selbst in einen Bausparvertrag einzahlt und 72,50 Euro vermögenswirksame Leistungen erhält, werden daraus zusammen mit den staatlichen Zuschüssen und den fälligen Zinsen nach neun Jahren rund 23.000 Euro. Ohne die Förderung von Staat und Chef wäre es mit rund 12.000 Euro etwa nur die Hälfte.

In den Genuss der staatlichen Zuschüsse kommt nur, wer bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreitet. 20.000 Euro beträgt die Einkommensgrenze für die Arbeitnehmersparzulage, 25.600 Euro die für die Wohnungsbauprämie. Für Ehegatten gelten doppelt so hohe Grenzen. Doch diese Grenzen beziehen sich nicht auf das Bruttogehalt, sondern auf das zu versteuernde Einkommen nach Abzug des Arbeitnehmer-Pauschbetrags, des Sonderausgaben-Pauschbetrags und der Vorsorgepauschale, des Kinderfreibetrags, des Freibetrags für Betreuung, Erziehung und Ausbildung sowie bei Alleinerziehenden des Entlastungsbetrags. Zudem werden auch höhere Werbungskosten, Sonderausgaben (teilweise) und außergewöhnliche Belastungen abgezogen. Dadurch kann unter dem Strich das Gehalt erheblich höher liegen.

Tipp
Auch Senioren können die Wohnungsbauprämie beanspruchen, während es die vermögenswirksamen Leistungen lediglich für Arbeitnehmer gibt. Behalten Sie jedoch auch die Abgeltungsteuer bei Bausparzinsen im Blick. Mit der Abgeltungsteuer hat sich auch die bisherige Praxis der Bausparkassen geändert, auf die Zinsen in der Regel keine Zinsabschlagsteuer zu erheben. Seit 1.1.2009 wird dagegen immer Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und evtl. Kirchensteuer einbehalten (Ausnahme: Riester-Bausparverträge).

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