Baufinanzierung: Nutzen Sie das günstige Zinsniveau

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Wer beabsichtigt, in nächster Zeit eine Immobilie zu bauen oder zu kaufen, sollte das derzeit noch relativ niedrige Zinsniveau nutzen. Die Zinsen bewegen sich bereits wieder aufwärts.

Seit Herbst 2010 sind sie schon spürbar gestiegen. Waren im September des vergangenen Jahres Hypothekendarlehen mit zehnjähriger Zinsbindung noch für unter 3,5 Prozent p.a. zu haben, müssen Bauherren und Immobilienkäufer aktuell bei Banken für 10-Jahres-Hypotheken mit mindestens 4,0 Prozent p.a. rechnen. Dieser Zins liegt freilich immer noch unter dem langfristigen Durchschnittszins von 6 bis 7 Prozent p.a.

Möglichst hohe Tilgung vereinbaren

Wer einen Kredit aufnehmen möchte, sollte nicht nur die aktuellen Zinskonditionen im Blick haben, sondern auch festlegen, wie hoch die anfängliche Tilgungsrate sein soll. Oft wird eine Anfangstilgung von 1 Prozent p.a. vereinbart, um die finanzielle Belastung durch die monatliche Rate erträglich zu halten. Doch wer es sich leisten kann, sollte einen höheren Tilgungssatz wählen, auch wenn dadurch die Rate steigt. Damit lässt sich viel Geld sparen.

Beispiel

Wer ein Darlehen von 100.000 Euro zu einem Sollzinssatz von 4 Prozent p.a. aufnimmt, hat seine Schulden bei einer Anfangstilgung von 1 Prozent p.a. (Annuität = 5 Prozent von 100.000 Euro = 5.000 Euro pro Jahr) erst nach einer Laufzeit von rund 40 Jahren getilgt. In dieser Zeit zahlt er insgesamt etwa 101.000 Euro Zinsen. D.h., er zahlt doppelt so viel zurück, wie er sich geliehen hat.

Entscheidet sich der Kreditnehmer stattdessen für eine Anfangstilgung von 3 Prozent p.a. (Annuität = 7 Prozent von 100.000 Euro = 7.000 Euro pro Jahr), ist er bereits nach gut 20 Jahren schuldenfrei. Die Zinskosten belaufen sich in diesem Fall auf insgesamt etwa 49.000 Euro, also bloß die Hälfte der geliehenen Summe.

Tipp
Mit einem Forward-Darlehen lässt sich gegen einen kleinen Aufpreis das jetzige Zinsniveau für einen späteren Darlehensbedarf im Voraus sichern.

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