Bundesbank: Deutsche Immobilien bis zu 20 Prozent überbewertet

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Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnt vor überhöhten Immobilienpreisen in einigen deutschen Großstädten.

Wir gehen davon aus, dass die Preise zwischen 10 und 20 % über den Werten liegen, die fundamental zu rechtfertigen wären, sagte Weidmann am 25.3.2015 auf einer Veranstaltung in der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Für Deutschland als Ganzes sei allerdings nach wie vor keine substanzielle Überbewertung von Wohneigentum zu sehen.

Laut dem im Februar veröffentlichten vierteljährlichen Barometer des Verbands Deutscher Pfandbriefbanken (vdp) haben sich Wohnimmobilien in Deutschland 2014 so stark verteuert wie seit mindestens zehn Jahren nicht mehr. Die Preise kletterten um fünf Prozent, was der fünfte Anstieg in Folge und der größte seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2003 war.

Anleger und private Bauherren investieren derzeit wegen der niedrigen Darlehenszinsen verstärkt in Immobilien und treiben damit die Preise noch oben. Da sich die Übertreibungen Weidmann zufolge vor allem auf bestimmte Großstädte wie München, Hamburg, Düsseldorf und Frankfurt konzentrieren, will der Bundesbank-Chef nicht von einer gefährlichen Immobilienblase sprechen.

Eine Immobilienblase, die die Stabilität des gesamten Finanzsystems gefährdet, ist derzeit aber nicht zu beobachten, sagte Weidmann. Wachsamkeit sei daher durchaus angebracht – Alarmismus dagegen fehl am Platze.

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