Unschöne Wandschmierereien

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(verpd) Graffitisprayer, die sich ohne Auftrag an Hauswänden verewigen, begehen eine Sachbeschädigung. Doch die wenigsten können ermittelt und deshalb für die Kosten, die für die Beseitigung der Schmierereinen anfallen, belangt werden. Allerdings kann sich auch ein Immobilienbesitzer vor diesem Kostenrisiko schützen.

Grundsätzlich sind Graffitis auf Hauswände, die ohne ausdrücklichen Auftrag des Gebäudeinhabers angebracht wurden, gemäß Paragraf 303 StGB (Strafgesetzbuch), oder wenn es sich um ein öffentliches Gebäude handelt, gemäß Paragraf 304 StGB rechtlich als Sachbeschädigung zu werten. Dem Sprayer droht eine Geldstrafe bis hin zu einer mehrjährigen Haftstrafe. Zudem muss er für die Beseitigung der sogenannten Tags, also zum Beispiel aufgemalten Schriftzügen und Figuren, aufkommen.

In der Realität werden allerdings oft nur wenige Graffitisprayer erwischt, sodass die Reinigungskosten normalerweise beim Hausbesitzer hängen bleiben würden. Doch dieser kann sich dagegen absichern. Zwar sind bei vielen Wohngebäude-Versicherungen nur Schäden, die durch Brand, Blitzschlag, Explosion, Leitungswasser, Sturm oder Hagel entstehen, versichert. Allerdings bieten einige Versicherer auch den Einschluss von weiteren Risiken wie Überspannungsschäden oder eben auch Graffitischäden optional gegen Aufpreis mit an.

Absicherung vor falschen Künstlern

Ob Graffitischäden bereits in der Police mitversichert sind und wie hoch eventuell die Selbstbeteiligung je Schadenfall ist, kann den zugrunde liegenden Versicherungs-Bedingungen entnommen oder beim Versicherungsvermittler erfragt werden.

Sind noch keine Graffitischäden in der Gebäudeversicherung eingeschlossen, kann der Versicherungsfachmann auf Wunsch klären, ob und für welchen Prämienzuschlag dieses Risiko in den Vertrag mitversichert werden kann.

Auch Nebengebäude sowie weitere Gewerke auf dem Versicherungsgrundstück wie Schuppen, Garagen, Zäune und Gartenmauern sind oftmals gegen Feuer und andere Risiken wie Graffitischäden nur versichert, wenn dies ausdrücklich in der Gebäudepolice vereinbart wurde.

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