Mietpreisbremse: So lassen Sie sich als Vermieter nicht ausbremsen

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Die Regelungen zur Mietpreisbremse sind seit dem 1.6.2015 in Kraft. Doch sie gelten nur äußerst eingeschränkt.

Ein Gespenst geht um unter Deutschlands Vermietern, das Gespenst der Mietpreisbremse. Denn so schrecklich sich das Wort Mietpreisbremse anhört, so selten betrifft es Sie als Vermieter.

Bereits am 1.5.2015 trat die Regelung in Kraft, wonach die Bundesländer die Gebiete bestimmen dürfen, in welchen Städten oder Stadtgebieten eine angespannte Wohnungslage herrscht und wo deswegen die Mietpreisbremse künftig gelten soll.

Ab 1.6.2015 gilt bislang allein in Berlin die Mietpreisbremse. Dort darf die neue Miete bei einer Wiedervermietung (nicht wenn Sie eine Neubauwohnung oder eine umfassend renovierte Wohnung vermieten) nur noch maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen.

Die Mietpreisbremse gilt nicht bundesweit, sondern nur in Gebieten, die ausdrücklich von der Landesregierung als Wohngebiet mit angespannter Wohnungslage ausgewiesen wurden und wo ausdrücklich eine Knappheitsverordnung gilt. Wenn Sie unsicher sind, ob für Ihr Stadtgebiet eine Mietpreisbremse gilt, sollten Sie bei Ihrem örtlichen Haus- und Grundbesitzerverein oder direkt bei der Stadtverwaltung Ihrer Stadt nachfragen.

Für welche Mietverträge die Mietpreisbremse nicht gilt

Die Mietpreisbremse gilt nicht

  • für bestehende Mietverträge,

  • für Gewerberaum,

  • für Neubauten und

  • für umfassend modernisierte Wohnungen.

Was für bestehende Mietverträge gilt

Beabsichtigen Sie, die Miete für Ihre Wohnung auf die ortsübliche Vergleichsmiete zu erhöhen, sollten Sie klären, ob für das Stadtgebiet, in dem Ihre Mietwohnung liegt, eine Kappungsgrenzenverordnung gilt. Dann können Sie Ihre Miete nämlich innerhalb von drei Jahren anders als im Normalfall nicht um maximal 20 Prozent, sondern lediglich um 15 Prozent erhöhen.

Verwechseln Sie also die Mietpreisbremse nicht mit der Kappungsgrenze. Die Mietpreisbremse von zehn Prozent gilt nur für den Neuabschluss von Mietverträgen. Beide Regelungen gelten nicht bundesweit, sondern lediglich in Gebieten mit angespannter Wohnungslage.

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