Die vermietete Immobilie als Altersvorsorge

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Die vermietete Immobilie liegt gemeinsam mit dem selbst genutzten Eigenheim als Kapitalanlage und zur Altersvorsorge derzeit hoch im Kurs: Die Hälfte des Privatvermögens steckt in Gebäuden und Grundstücken.

Dabei handelt es sich um einen Vermögenswert von mehreren Billionen Euro. Zu Recht gilt das sogenannte Betongold als feste Burg für die Altersvorsorge.

Ob sich der finanzielle und zeitliche Aufwand für eine vermietete Immobilie lohnt, hängt vor allem von deren Lage ab. Insbesondere in Ballungszentren mit hoher Wirtschaftskraft und auch künftig zu erwartendem Bevölkerungswachstum sollten gute Ertragschancen zu finden sein.

Was den Immobilienmarkt maßgeblich bestimmt

Sinken die Kosten der Selbstnutzung durch steuerliche Subventionen oder Zinssenkungen, erhöht sich die Anzahl der Käufer so lange, bis die Wohnkosten über den Mechanismus von Angebot und Nachfrage wieder ausgeglichen sind. Ablesbar ist das am Preis-Miet-Verhältnis.

Preis-Miet-Verhältnis auf dem Wohnungsmarkt

Jahr

tatsächliches Preis-Miet-Verhältnis

1995

90

1996

95

1997

99

1998

100

1999

98

2000

97

2001

96,5

2002

97

2003

96

2004

95

2005

95,5

2006

95,5

2007

96,5

2008

95,1

2009

94,1

2010

95,2

2011

96

2012

97,8

2013

101

Ein Preis-Miet-Verhältnis von z.B. 97,8 bedeutet, dass der Immobilienpreis bei 97,8 lag, während die Miete 100 betrug. Im Jahr 2012 kam also der Kauf einer Wohnung um 2,2 % günstiger als die Miete. Dieses Verhältnis hat sich 2013 erstmals zugunsten der Mieter verschoben. Die Kaufpreise steigen schneller als die Mieten.

Ob sich ein Mietshaus oder eine Eigentumswohnung als Kapitalanlage rechnet, hängt letztlich vom konkreten Objekt ab. Für langfristig orientierte Anleger mit relativ hohem Einkommensteuersatz kann sich die Vermietung durchaus lohnen. Sorgfältige Wahl des Objekts samt Wertermittlung sowie solide Finanzierung sind dazu jedoch unerlässlich.

Aktuelle Geldtipps-News zur Immobilienrendite:

Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft (IW), IW-Immobilienmonitor 02/14

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