Baumfällen nicht auf Mieter umlegbar

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Regelmäßige Gartenarbeiten dürfen als Betriebskosten auf die Mieter umgelegt werden. Baumfällarbeiten gehören allerdings nicht dazu.

Der Fall: Ein Baum war bei einem Sturm stark beschädigt worden und teilweise auf das Nachbargrundstück gefallen. Der Vermieter ließ den Baum fällen und legte die Kosten auf die Mieter um.

Einer der Mieter lehnte es jedoch ab zu zahlen. Er war der Ansicht, dass Kosten für Fällarbeiten keine umlegbaren Betriebskosten seien.

Der zuständige Richter am Amtsgericht Hamburg-Blankenese gab dem Mieter recht. Kosten fürs Baumfällen sind grundsätzlich keine regelmäßig wiederkehrenden Kosten. Schon deshalb sei eine Umlage auf die Mieter ausgeschlossen.

Andernfalls müsse ein Mieter damit rechnen, dass plötzlich beträchtliche Kosten auf ihn zukommen könnten.

Im entschiedenen Fall ging es immerhin um 1.800 €. Ein solcher Kostenfaktor sei für den Mieter überraschend und deshalb nicht hinzunehmen (AG Blankenese, Urteil vom 14.1.2015, 531 C 227/13 ).

Hätte der Vermieter den Baum im Rahmen der regelmäßigen Gartenarbeiten fällen lassen, wäre es möglicherweise nicht zu diesem Streit gekommen oder das Gerichtsurteil wäre möglicherweise anders ausgefallen. Achten Sie als Vermieter darauf, dass auf der Rechnung des Gartenbauunternehmens von regelmäßigen Gartenarbeiten die Rede ist. Weitere geldwerte Tipps für Vermieter lesen Sie in unserem Ratgeber mit CD Ihr Vermieter-Paket, Software und Buch: Rechtssicher vermieten & ordnungsgemäß die Nebenkostenabrechnung erstellen .

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