29 % Sonderabschreibung für Neubauten geplant

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Wegen des Flüchtlingszuzugs schlägt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) höhere Steueranreize zur Förderung von preiswertem Wohnungsbau vor.

Vorgesehen sei in den Jahren 2016 bis 2018 eine Sonderabschreibung von bis zu zehn Prozent, um Wohnungsknappheit in betroffenen Regionen schnell zu beseitigen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) aus einem Schreiben Schäubles an Bauministerin Barbara Hendricks (SPD) zitiert.

In Anbetracht der sich durch die derzeitige Asyl- und Flüchtlingsproblematik zuspitzenden Wohnraumknappheit und den damit verbundenen Herausforderungen könnte dies mit einer Sonderabschreibung zur Förderung des Mietwohnungsneubaus erreicht werden, heißt es laut dpa in diesem Papier weiter.

Bedingung sei, so dpa, dass auch die Länder mitzögen: Die Maßnahme wäre an die Bereitschaft der Länder gebunden, sich an den finanziellen Auswirkungen zu beteiligen. Mit den Ländern müsse zudem vereinbart werden, dass sie im Zeitraum der Begünstigung von Erhöhungen der Grunderwerbsteuersätze absehen: Nur so kann vermieden werden, dass der durch die Sonderabschreibung gewährte steuerliche Vorteil über eine Erhöhung der Grunderwerbsteuer abgeschöpft wird.

Schäuble schlägt laut dpa vor, den Bau neuer Gebäude ausschließlich in Gebieten mit angespannten Wohnungsmärkten zu fördern und nur dann, wenn sie zum Wohnen genutzt würden. Begrenzt werden solle die bis zu 29-prozentige Subvention auf den Beginn der Anschaffung/Herstellung in den Jahren 2016 bis 2018.

Im Jahr der Anschaffung/Herstellung und im darauffolgenden Kalenderjahr solle die Sonderabschreibung jeweils bis zu 10 Prozent der Kosten betragen. Im dritten Kalenderjahr sollten es bis zu 9 Prozent sein.

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Quelle: dpa

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