NRW erhöht Grunderwerbsteuer ab 2015 auf 6,5 Prozent

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Nach dem Saarland erhöht nun auch Nordrhein-Westfalen die Grunderwerbsteuer ab 1.1.2015 auf 6,5 % des Kaufpreises.

Zusammen mit Schleswig-Holstein sind es dann drei Bundesländer, die bei Immobilienkäufen ab 2015 eine hohe Grunderwerbsteuer von 6,5 % des notariellen Kaufpreises vom Käufer verlangen.

Wer beispielsweise in NRW die Erhöhung der Grunderwerbsteuer von bisher 5 auf 6,5 % ab 2015 umgehen will, muss den notariellen Kaufvertrag noch bis zum 31.12.2014 beurkunden lassen.

Bei einem Kaufpreis von beispielsweise 300.000 € spart er dann immerhin 4.500 € an Grunderwerbsteuer. Es kann sich also lohnen, den geplanten Kauf eines Einfamilienhauses oder einer Eigentumswohnung noch in diesem Jahr über die Bühne zu bringen.

Wer zudem provisionsfrei direkt vom Eigentümer kauft, spart außerdem die in NRW für Käufer übliche Maklercourtage von 3,57 % des Kaufpreises, im Beispielfall also zusätzlich 10.710 €. Neukäufer mit in 2015 notariell beurkundeten Kaufverträgen müssen jedoch die höhere Grunderwerbsteuer in NRW schlucken.

Die Landesregierung von NRW rechnet mit Mehreinnahmen in Höhe von allein 400 Millionen Euro in 2015. Wer als Käufer die Immobilie über einen Makler erwirbt, muss ab 2015 insgesamt über 11,5 Prozent des Kaufpreises für sämtliche Kaufnebenkosten (6,5 % Grunderwerbsteuer plus 3,57 % Maklercourtage plus rund 1,5 % Notar- und Grundbuchgebühren) berappen.

Bei einem Immobilienkaufpreis von 300.000 € wären das insgesamt fast 35.000 € für nicht werthaltige einmalige Nebenkosten.

Gegenrechnung: Wer noch in 2014 provisionsfrei vom Eigentümer kauft, kommt noch mit 6,5 % des Kaufpreises bzw. 19.500 € bei einem Kaufpreis von 300.000 € davon. Er spart also über 15.000 €.

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