Geldtipps-Blog: Eigenheimzuschuss oder Baukindergeld?

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(ms) Die Regierungsparteien SPD und CDU wollen Wohneigentum stärker fördern. Welches Fördermodell halten Sie für besser? Diskutieren Sie mit!

Das SPD-Modell sieht einen Zuschuss von bis zu 20.000 Euro für Familien mit bis zu 70.000 Euro Jahreseinkommen vor: 8.000 Euro pro Familie mit einem Kind, weitere 6.000 Euro für ein zweites und 6.000 Euro für ein drittes Kind.

Diese Förderung über die KfW bringt einen Teil des erforderlichen Eigenkapitals und eine erhebliche Zinsersparnis mit Zinseszinseffekt. Dadurch ist das Wohneigentum schneller schuldenfrei.

Siehe unsere Nachricht Eigenheimzuschuss für Familien in Sicht.

Laut CDU-Plan zur Wiedereinführung des Baukindergelds können Familien pro Kind 800 Euro im Jahr steuerlich absetzen.

Diese steuerliche Form der Förderung begünstigt Familien mit höheren zu versteuernden Einkommen. Sie wirkt tröpfenweise und fällt je nach Laufzeit möglicherweise niedriger aus als das SPD-Modell.

MICHAEL SANTAK

Kommentare (bitte per E-Mail an: michael.santak@wolterskluwer.com)

Konstanze Heldmann: "Mir wären 8.000 Euro Zuschuss lieber als 800 Euro weniger zu versteuerndes Einkommen."

Fritz Decker: "Grundsätzlich finde ich es gut, die Anschaffung von Wohneigentum zu fördern. Doch damit treibt der Staat die Immobilienpreise noch weiter in die Höhe. Besser fände ich es, den sozialen Wohnungsbau in Form von Eigentumswohnungen zu betreiben."

Axel Reithofer: "Das KfW-Modell ist natürlich viel besser. Das Baukindergeld müsste mindestens 4.000 Euro pro Kind über eine Laufzeit von zehn Jahre betragen."

Dieter Einspanier: "Es ist ja so, dass diejenigen, die es am dringendsten benötigen, über die steuerliche Variante erst gar nicht erreicht werden. Wir müssen doch den Wohnungskauf in der Gesamtfinanzierung auch aus Bankensicht betrachten. Zum Kauf winer Wohnung bedarf es ja leider noch etwas mehr Geld, als die hier thematisierten Zuschüsse. Und die Personen, bei denen es erst durch die Zuschüsse eine annähernde Chance zum Erwerb von Wohneigentum gibt, fallen schon mal bei jedem Quicki-Test" der Onlinebanken durch. Also bleiben nur noch die in der Regel teureren Filialbanken bzw. Hausbanken über. Für diese stellt sich dann die Frage bei der steuerlich absetzbaren Variante: Wie werthaltig ist dieser Zuschuss? Und da gilt eben noch immer: sofort belegbares oder durch gesetzlich geregelten Zuschuss erhaltenes Geld ist greifbar. Eine steuerliche Förderung ist zu abhängig von zu vielen Parametern der Steuererklärung und somit für diese Banken nicht greifbar. Was, wenn z.B. das steuerliche Einkommen sich negativ verändert? Wann erfolgt die Auszahlung? Wann wird die Steuererkärung eingereicht? etc. etc. Also kommt meiner Meinung nach der direkte Zuschuss wie damals bei der Eigenheimförderung zum besseren Ergebnis."

Ulrich Forkel: "Wieso eigentlich nicht beides? Meine Tochter (junge 4-köpfige Familie) möchte nächstes Jahr bauen. Nach derzeitigen Stand, außer Sprechblasen seitens der Politik, 0-Unterstüzung von staatlicher Seite. Würde ich das Haus bauen und dann (z. B. an meine Tochter) vermieten, könnte ich 2% Neubau-Afa und Schuldzinsabzug beanspruchen. Förderung und Unterstützung bauwilliger, junger Familien sieht nach meinem Dafürhalten anders aus."

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