Forward-Darlehen: Niedrige Hypothekenzinsen sichern oder nicht?

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Für Hausbesitzer oder solche, die es werden wollen, stehen jetzt schwierige Entscheidungen an. Sichere ich mir die aktuell noch günstigen Zinsen oder nicht? Möglicherweise ist in nächster Zeit eine Anschlussfinanzierung nötig. Oder es wird für ein Bauvorhaben oder einen Kauf ein Immobilienkredit aufgenommen.

Derzeit ermöglicht das historisch niedrige Zinsniveau noch Baufinanzierungen zu Konditionen, von denen frühere Immobilienkäufer nur träumen konnten. Allerdings haben seit einigen Wochen die Hypothekenzinsen wieder angezogen.

Eine Zinswende in den nächsten Jahren könnte das Blatt wenden. Käme es tatsächlich dazu, kann das schnell ins große Geld gehen. Steigt der Zins zum Beispiel von 1,8 auf 2,8 Prozent, bedeutet das bei einem Darlehen von 100.000 € höhere Zinskosten von 1.000 € im Jahr. Was tun?

Wer mit steigenden Zinsen rechnet und das Risiko höherer Hypothekenzinsen für sein Anschlussdarlehen in den kommenden Jahren ausschließen möchte, kann mit der Bank ein sogenanntes Forward-Darlehen vereinbaren. Damit lässt sich der aktuelle Hypothekenzins für die spätere Anschlussfinanzierung sichern. Der Preis für die Sicherheit, schon heute mit dem künftigen Zins rechnen zu können, ist ein Preisaufschlag auf den aktuellen Zins.

Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrer Bank und vergleichen Sie die Konditionen für Forward-Darlehen.

Ein Wechsel des Kreditgebers ist bei Auslaufen der Zinsbindung grundsätzlich möglich, allerdings müssen dann die Kosten für eine Umschuldung (Umschreiben der Grundschuld auf ein anderes Kreditinstitut) berücksichtigt werden.

Doch was ist, wenn es wider Erwarten nicht zu Zinssteigerungen kommt? Dann hat man mit Zitronen gehandelt. Denn so, wie sich die Bank an den vereinbarten Kreditvertrag halten muss, gilt das auch für den Kreditnehmer.

Geldwerte Tipps lesen Sie in unserem umfassenden Ratgeber Immobilien kaufen, nutzen, veräußern .

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