Begrenzung des Vorfälligkeitsausgleichs bei Immobiliendarlehen gefordert

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Baufinanzierungen sind so günstig wie nie. Ihr Volumen liegt bei aktuell 867 Milliarden Euro. Doch wer vorzeitig aus einem Immobilienkredit aussteigen muss, zahlt mitunter kräftig drauf.

Deshalb soll die Wohnimmobilienkreditrichtlinie der EU Verbraucher besser vor unberechtigt hohen Forderungen schützen. Bundestag und Bundesrat beschäftigen sich am Freitag, dem 25.9.2015, mit diesem Thema. Das Gesetz muss bis 21.3.2016 in Kraft treten.

Doch der Gesetzentwurf der Bundesregierung vergebe aus Sicht des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) die Chance, Probleme der Verbraucher zu beseitigen, z.B. das Problem der Berechnung einer Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitiger Kündigung des Darlehens durch den Kunden.

vzbv fordert Deckelung der Vorfälligkeitsentschädigung

Eine Vorfälligkeitsentschädigung müssen Darlehensnehmer dem Kreditinstitut dann zahlen, wenn sie die Finanzierung ihrer Wohnimmobilie vorzeitig abbrechen. Das können laut vzbv je nach Darlehen bis fünfstellige Beträge sein, die für die meisten Verbraucher fällig werden.

Eine Auswertung der Verbraucherzentralen und des vzbv im Jahr 2014 habe gezeigt, dass häufig zu viel Entschädigung kassiert werde. Zwei Drittel der Vorfälligkeitsentschädigungen wären falsch berechnet – zu Ungunsten der Verbraucher. Zuletzt sei die Vorfälligkeitsentschädigung auf durchschnittlich über zehn Prozent der Restschuld gestiegen.

Der vzbv fordert, die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung zu vereinheitlichen und sie auf fünf Prozent der Restschuld zu begrenzen.

In welchen Fällen Sie bei Bedarf völlig ohne Entschädigung der Bank davonkommen, erläutert unser Dossier Vorfälligkeitsentscheidung vermeiden: Nutzen Sie den Widerrufsjoker .

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