Viele Klagen gegen Kündigungen von Bauspar-Altverträgen

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Deutschlands Bausparkassen sehen sich einer Klagewelle ihrer Kunden ausgesetzt.

Etwa 970 Gerichtsverfahren gegen die Kündigung von Bauspar-Altverträgen seien derzeit anhängig, sagte ein Sprecher des Verbands der Privaten Bausparkassen laut einer dpa-Meldung. Der Verbandssprechher bezog sich dabei auf die gesamte Branche, neben den privaten Instituten also auch die Landesbausparkassen.

Die Niedrigzinsen machten den Anbietern seit langem zu schaffen. Medienberichten zufolge hätten sie daher etwa 200 000 Altverträge mit Zinsen von bis zu fünf Prozent gekündigt, siehe auch unsere Nachricht vom 3.12.2015 Bausparer wehren sich erfolgreich. .

Diese unpopulären Maßnahmen seien wegen der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) leider nötig, sagte der Sprecher. Verbraucherschützer werfen den Instituten hingegen Rechtsbruch vor.

Unübersichtliche Lage

Nach Darstellung des Verbandssprechers gab es bisher 89 Urteile von Amts- oder Landgerichten zu Altverträgen in Deutschland. In 79 Fällen hätten die Bausparkassen recht bekommen, in zehn Fällen die Bausparer. Eine von Behörden objektiv ermittelte Zahl gibt es nicht. Die Aussagekraft der Urteile ist begrenzt, da es noch keine höherinstanzlichen Richtersprüche gibt.

Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg wies laut dpa darauf hin, dass die Anzahl von Vergleichen nicht bekannt sei. Diese sei wohl sehr hoch, weil Bausparkassen ein negatives Urteil um jeden Preis vermeiden und den Klägern daher großzügige Vergleiche anböten.

Wertvolle Expertentipps erhalten Sie in unserem Dossier Gut verzinste Bausparverträge: Wann darf die Bausparkasse kündigen?

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