Bausparer können Darlehensgebühr zurückfordern

Bausparer können Darlehensgebühr zurückfordern

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Bausparkassen dürfen keine Gebühren für Darlehen verlangen. Das entschied der Bundesgerichtshof. Freilich gilt eine Verjährungsfrist von drei Jahren. Deshalb reicht der Rückzahlungsanspruch nur bis 2013 zurück.

Bausparverträge, die eine Darlehensgebühr für die Auszahlung eines Bauspardarlehens vorsehen, hat der Bundesgerichtshof am 8.11.2016 für unzulässig erklärt (Az. XI ZR 552/15).

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hatte gegen eine entsprechende Klausel im Kleingedruckten geklagt, die von der Bausparkasse Schwäbisch Hall in älteren Verträgen verwendet wurde.

Für zahlreiche andere Bausparkassen, die in der Vergangenheit ähnliche Geschäftsbedingungen genutzt haben, gilt jedoch dasselbe.

Wenn Sie in den vergangenen drei Jahren eine Darlehensgebühr gezahlt haben, können Sie diese zurückfordern. Sie können sich dabei entweder die Summe der abgezogenen Darlehensgebühr auszahlen lassen oder diese valutengerecht auf Ihr Darlehenskonto gutschreiben lassen. Bei dieser zweiten Variante entstehen Ihnen Zinsvorteile: Die erste Kreditrate dient dann nämlich nicht mehr der Bezahlung der Darlehensgebühr, sondern fließt sofort in die Tilgung des Darlehens. Wie die Bausparkasse die Darlehensgebühr nicht erstatten und erhebt die Einrede der Verjährung, müssen Sie verjährungshemmende Schritte eingeleiten. Hierzu sind zunächst ein Mahnbescheid und in der Folge gegebenenfalls eine Klage erforderlich. In vielen Fällen hat die Einleitung des kostenlosen Ombudsmannverfahrens verjährungshemmende Wirkung. Die Beantragung eines Mahnbescheids oder eine Klageerhebung sollte wegen der damit verbundenen Kosten gut überlegt werden, schließlich handelt es sich bei den gezahlten Gebühren meist um kleinere Beträge.

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