Wovor die Bundesbürger am meisten Angst haben

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(verpd) Die Deutschen sorgen sich laut einer aktuellen Studie eines Versicherers insgesamt zwar weniger als in den vergangenen Jahren. Doch in drei Bereichen, nämlich bei den steigenden Lebenshaltungskosten, bei Naturkatastrophen und beim Pflegefall im Alter, sehen mehr als 50 Prozent der Bürger ein Gefahrenpotenzial für sich.

Dafür fürchten sich in diesem Jahr im Vergleich zu den letzten 15 Jahren so wenig Bundesbürger wie nie zuvor, dass sich die Wirtschaftslage verschlechtert oder die Arbeitslosenquote steigt.

Bereits zum 23. Mal veröffentlichte ein Versicherer seine Umfrageergebnisse zu der jährlich erstellten Studie „Ängsten der Deutschen“. Aktuell wurden zwischen Anfang Juni und Mitte Juli bundesweit in persönlichen Interviews 2.435 Personen befragt. Über alle Jahre hinweg wurden 16 identische Fragen gestellt, um den hohen Aussagewert der Langzeitstudie zu gewährleisten. Hinzu kommen Fragen zu aktuellen Themen. Zur Bewertung wurde auf eine Skala von eins (gar keine Angst) bis sieben (sehr große Angst) zurückgegriffen.

Laut Studienautoren sank der Durchschnitt aller langjährig abgefragten Ängste, der sogenannte Angstindex, um zwei Prozentpunkte auf 39 Prozent. Damit erreichte er den niedrigsten Wert seit 20 Jahren. In diesem Jahr lagen insgesamt nur drei der 16 Bereiche, nämlich die Angst vor steigenden Lebenshaltungskosten sowie die Furcht vor Naturkatastrophen und die Sorge, im Alter ein Pflegefall zu werden, über der 50-Prozent-Marke. Ganze 58 Prozent der Deutschen fürchten sich am meisten vor einer Inflation. Damit liegt diese Angst bereits zum 15. Mal in Folge an der Spitze der Sorgenliste.

Pflege und Gesundheit bleiben für die Bürger brennende Themen

51 Prozent haben Angst vor einer Naturkatastrophe. Auffällig sei unter anderem, dass die große Angst vor Naturkatastrophen zwar den zweiten Platz einnimmt, auf der anderen Seite aber nur 19 Prozent sich große Sorgen machen, dass ihr eigenes Haus durch Hochwasser, Hagel oder Sturm schwer beschädigt werden könnte. Nach Angaben der Studienautoren sind sich die meisten Bundesbürger des hohen Unwetterrisikos zwar bewusst, hoffen aber, dass sie und ihr Eigentum verschont bleiben.

Zwar sind die Angstwerte der Bürger beim Thema Pflege von 55 auf 51 Prozent und vor Erkrankung von 49 auf 47 Prozent ebenfalls zurückgegangen. Diese persönlichen Sorgen bleiben aber den Menschen präsent und rücken auch auf der gesamten Skala nach vorne. Dass die Angst vor Überforderung der Politiker von 45 auf 44 Prozent zurückgegangen ist, dürfte nach Angaben der Studienverfasser weniger mit den Erfolgen in der Gesundheitspolitik als vielmehr mit der stabilen wirtschaftlichen Verfassung zu tun haben.

Am stärksten gesunken ist dementsprechend die Angst vor einer Verschlechterung der Wirtschaftslage. Sie sank im Vergleich zum Vorjahr von 50 auf 41 Prozent, dem niedrigsten Wert seit 15 Jahren. Zudem sorgt sich derzeit auch nur noch jeder Dritte, dass er von Arbeitslosigkeit betroffen werden könnte. Dagegen liegt die Angst vor einem sinkenden Lebensstandard im Alter mit 38 Prozent noch einige Plätze vor der Furcht arbeitslos zu werden.

Persönlicher Schutz

Insgesamt sind zwar die Befürchtungen der Deutschen weniger geworden. Dennoch gibt es Themen wie Naturkatastrophen, die persönliche finanzielle Lage in der Zukunft oder die eigene Gesundheit, die für die Mehrheit der Bürger ein hohes Sorgenpotenzial darstellen. Doch für vieles, vor dem sich der Einzelne fürchtet, gibt es Absicherungslösungen.

Auch wenn es keine Garantie dafür gibt, dass man beispielsweise nicht von einer Naturkatastrophe betroffen wird oder nicht selbst schwer erkrankt beziehungsweise zum Pflegefall wird, kann man mit privaten Versicherungslösungen zumindest die finanziellen Folgen abfedern.

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