Viele denken mit Sorge an einen möglichen Pflegefall

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(verpd) Die Mehrheit der Deutschen ist sich einer Studie zufolge bewusst, dass die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung im Pflegefall nicht ausreichen werden. Dass dies richtig ist, bestätigt auch das Bundesministerium für Gesundheit. Wie der Einzelne diebsbezüglich vorsorgen kann.

Das Ergebnis einer Befragung von rund 1.000 Menschen, die die Forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH vor Kurzem im Auftrag einer Versicherung zum Thema Pflege durchgeführt hat, ist ernüchternd: Nur sieben Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung im Ernstfall ausreichen werden, um alle entstehenden Kosten abzudecken. Die Mehrheit ist richtigerweise nicht dieser Ansicht.

Dies bestätigt auch die Aussage des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), dass die soziale Pflegeversicherung nicht alle Kosten der Pflege abdeckt, wie auf dem Webportal des Ministeriums zu lesen ist. Weiter heißt es hier: „... der oder die Pflegebedürftige oder seine oder ihre Familie müssen einen Teil der Kosten selbst tragen. Die Pflegeversicherung wird deshalb auch als Teilleistungs-Versicherung oder Kernsicherungssystem bezeichnet.“

Viele beschäftigt das Thema Pflege

Der Umfrage zufolge hat sich jeder Dritte „schon häufig“ mit dem Thema der finanziellen Pflegeabsicherung bei Krankheit oder im Alter beschäftigt und 41 Prozent zumindest „hin und wieder“. Bei der Frage, wer für die Aufwendungen im Pflegefall ihrer Meinung nach aufkommt, nannten 80 Prozent die gesetzliche Pflegeversicherung spontan als Kostenträger, 69 Prozent eine private Pflegeversicherung und 46 Prozent die private Rentenversicherung.

Dass sieben von zehn Personen der Ansicht sind, dass eine private Pflegeversicherung einspringt, ist umso erstaunlicher, da bisher nur knapp ein Drittel der Bundesbürger neben der gesetzlichen auch eine private Pflegezusatz-Versicherung abgeschlossen hat.

Finanzielle Sicherheit für einen selbst und den Angehörigen

Jeweils gut mehr als die Hälfte erwartet, dass für die Kosten im Pflegefall auch die Sozialhilfe, das Sozialamt und die gesetzliche Rentenversicherung aufkommen. 62 Prozent gehen davon aus, dass das eigene Vermögen des Pflegebedürftigen herangezogen werden kann, und 42 Prozent, dass dies auch für das Vermögen von deren Kindern gilt. Und dies ist vom Grundsatz richtig, auch wenn es hierzu diverse Regelungen gibt, zum Beispiel wann und in welchem Umfang Kinder für die Pflege ihrer Eltern finanziell aufkommen müssen.

Wer sich und seine Angehörigen im Falle einer Pflegebedürftigkeit finanziell abgesichert sehen möchte, der kann mithilfe privater Pflegeversicherungs-Policen entsprechend vorsorgen. Je nach Vertragsgestaltung gibt es dafür auch staatliche Zuschüsse bis zu einer Höhe von 60 € im Jahr. Besteht eine entsprechende private Pflegezusatz-Versicherung, erhält der Betroffene je nach Vertragsvereinbarung zum Beispiel nach Eintritt der Pflegebedürftigkeit eine je nach festgestellter Pflegestufe festgelegte Geldsumme pro Tag oder Monat und kann damit die Pflegekosten abdecken.

Wertvolle Expertentipps zur Pflege lesen sie in unserem aktuellen Ratgeber Angehörige pflegen: Was Sie über Pflegezeit, Pflegeleistungen, Pflegeheim und Elternunterhalt wissen müssen .

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