Pflegezusatztarif kann Armut im Alter verhindern

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Wie wichtig eine zusätzliche Pflegeversicherung ist, zeigt der Protestmarsch eines Bürgers aus dem südbadischen Kehl. Er marschierte 800 Kilometer von seiner Heimatstadt nach Berlin, um gegen seine Verarmung durch die Pflege und Betreuung seiner Mutter zu protestieren.

Der 41-jährige Stefan Krastel pflegt seit elf Jahren zu Hause seine kranke Mutter und ist deswegen nun finanziell am Ende. Der ehemals selbstständige Frisör musste seinen Frisörsalon aufgeben, sein behindertengerechtes Auto verkaufen und Hartz-IV-Leistungen beantragen. Sein Haus mit behindertengerechter Wohnung ist von Zwangsversteigerung bedroht.

Welche Pflegezusatzversicherung wählen?

Bundesweit erhalten rund 2,25 Millionen Menschen Leistungen aus der Pflegeversicherung. Dabei werden 720.000 in Heimen gepflegt und 1,53 Millionen zu Hause.

Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt im Ernstfall nur einen Teil aller anfallenden Heimkosten ab. In Pflegestufe III zahlt sie 1470 Euro p.M.. Ein Platz im Pflegeheim ist unter 2000 Euro im Monat jedoch kaum zu bekommen.

Für die private Pflege zu Hause gibt es in Pflegestufe III 675 Euro p.M., womit der Verdienstausfall oft nicht ausgeglichen werden kann. Ambulante Pflegedienste erhalten in Pflegestufe III ebenfalls 1470 Euro p.M. Welche der drei Möglichkeiten sie aber auch wählen: Pflegebedürftigen und ihren Familien droht ein finanzielles Desaster. Denn das oft recht große Finanzloch müssen Pflegebedürftige selbst stopfen – mit ihrer Rente, ihren sonstigen Einkünften und sogar mit ihren Rücklagen oder der eigenen Immobilie. Und wenn das Geld dann immer noch nicht oder nach einiger Zeit nicht mehr reicht, müssen notfalls sogar die Kinder einspringen, weil sie unterhaltspflichtig sind. Diese finanziellen Risiken deckt eine private Pflegezusatzversicherung ab.

Tipp
Vergleichen sie mehrere Angebote und achten Sie auf die Vertragsbedingungen. Die Düsseldorfer Versicherung bietet als eine der ganz wenigen Versicherer Deutschlands einen Pflegezusatztarif ohne Altersbeschränkung an. Sie erfüllt alle unten genannten Merkmale.


Eine Pflegeversicherung sollte folgende Merkmale aufweisen


  • Die Pflegestufen sollten frei wählbar sein. Begründung: Stufe I kann eigentlich jeder selbst finanzieren.
  • Die Leistungsdefinition entspricht der gesetzlichen Pflegeversicherung.    Erspart eine zusätzliche Leistungsprüfung. Ein MDK-Gutachten sollte ausreichen.
  • Die Leistungen sollten nicht starr aneinander gekoppelt sein, z.B. Stufe II immer 70 Prozent von Stufe III. Begründung: U.U. müssen Sie sich dann über Ihren Bedarf versichern, z.B. wenn Ihr Bedarf in Stufe II und III jeweils bei 50 Euro liegt.
  • Keine Leistungsdifferenzierung bei ambulanter oder stationärer Versorgung. Begründung: Ambulante Versorgung kostet nicht weniger als stationäre, zumal Aufwendungen für Miete und Essen nicht wegfallen.
  • Keine Leistungseinschränkung bei nicht professionellen Pflegekräften. Begründung: Die Haushaltshilfe muss keine ausgebildete Krankenschwester sein.
  • Kein Verwendungsnachweis für die Leistungen. Begründung: Dann stehen Ihnen die Leistungen zur freien Verfügung.
  • Keine Wartezeit (Mindestversicherungszeit) nach deren Ablauf der Versicherungsschutz einsetzt. Begründung: Kurze Wartezeiten von maximal einem Jahr wären gerade noch zu akzeptieren.
  • Keine Karenzzeit (Sperrfrist), die erst mit Eintritt des Versicherungsfalls beginnt. Begründung: Die Leistung sollte bei Erfüllung der Kriterien sofort beginnen.
  • Keine weitere Beitragszahlung im Leistungsfall.    Die Auszahlung der weiterhin geleisteten Beiträge als zusätzliches Tagegeld ist nur eine Notlösung.
  • Keine Altersbegrenzung bei Neuabschluss. Begründung: Wer schon älter ist, wird das zu schätzen wissen.

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