Pflegeversicherung: Zusatzbeitrag in der Diskussion

 - 

Union und FDP haben vor, einen Pauschalbeitrag bei der Pflegeversicherung einzuführen. Anders sei die Pflege künftig nicht mehr finanzierbar.

FDP-Vize Cornelia Pieper sagte, für die "jüngere Generation" werde der "Einstieg in ein kapitalgedecktes Verfahren" angestrebt, also in ein System der privaten Absicherung. Dazu soll ab 2010 ein geringer Zusatzbeitrag erhoben werden; in welcher Höhe ist noch nicht bekannt.

Blüm warnt vor Privatisierung der Pflegeversicherung

Der frühere Bundesarbeitsminister Norbert Blüm (CDU) warnt Union und FDP davor, die Pflegeversicherung voll auf Kapitaldeckung umzustellen. "Wenn man die soziale Sicherung nach dem Kapitaldesaster der letzten Monate auf Kapitaldeckung umstellen will, dann muss man in den letzten zwei Jahren schon auf einem Eisberg gelebt haben", sagte Blüm der Online-Ausgabe der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung". Während Blüms Amtszeit hatten Union und FDP 1995 die umlagefinanzierte gesetzliche Pflegeversicherung eingeführt.


Lauterbach kritisiert schwarz-gelbe Pläne zur Pflegeversicherung

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kritisiert Überlegungen von Union und FDP, die Pflegeversicherung durch eine private Säule mitzufinanzieren. "Dieser Vorschlag bringt mehr Bürokratie und weniger Gerechtigkeit", sagte Lauterbach der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse" (Donnerstagausgabe). Es dürfe nicht zugelassen werden, dass die soziale Sicherheit immer weiter zersplittert werde.

Weitere News zum Thema

  • Was Pflegebedürftige und ihre Angehörigen wissen sollten

    [] (verpd) Jeder kann durch einen Unfall, durch Krankheit oder im Alter pflegebedürftig werden. Daher ist es wichtig zu wissen, was zu tun ist, aber auch welche Leistungen einem im Rahmen der gesetzlichen Pflegeversicherung zustehen, wenn man selbst oder ein naher Angehöriger zum Pflegefall wird. mehr

  • Immer mehr sind pflegebedürftig

    [] (verpd) Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit waren 2016 in Deutschland rund 2,93 Millionen Menschen pflegebedürftig, was einer Zunahme von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Auch in den Jahren davor ist die Zahl der Pflegebedürftigen immer weiter angestiegen. mehr

  • Immer mehr sorgen für den Pflegefall vor

    [] (verpd) Die Statistiken belegen, dass mit steigendem Alter auch das Risiko, ein Pflegefall zu werden, steigt. Doch die gesetzliche Pflegeversicherung deckt nur einen Teil der Pflegekosten ab. Wer vermeiden möchte, dass er seinen Angehörigen im Falle des Falles finanziell zur Last fällt, kann jedoch mit einer privaten Pflegeversicherung, teilweise sogar mit staatlichen Zuschüssen entsprechend vorsorgen. mehr

  • Einkünfte aus Pflegebetrug mindern nicht Sozialhilfe

    [] Über Pflegebetrug ist insbesondere Ende letzten Jahres in der deutschen Presse einiges berichtet worden. Dabei geht es um Pflegedienste, die den Kranken- und Pflegeversicherungen Leistungen in Rechnung gestellt haben, die sie gar nicht erbracht haben. Beteiligt waren dabei allerdings nicht nur die Dienste und ggf. Ärzte, die die Leistungen verschrieben haben, sondern vielfach auch die (angeblich) Gepflegten selbst. Denn diese haben Leistungen quittiert, die sie gar nicht erhalten haben – und dafür von den Pflegediensten eine mehr oder weniger saftige Provision erhalten. Schwarzgeld also. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.