Pflegepflichtversicherung allein reicht nicht

 - 

Fast ein Drittel der stationären Pflegefälle ist auf Sozialhilfe angewiesen.

Im Pflegefall rutschen viele Bundesbürger in die Sozialhilfe ab. Die Leistungen der Pflegepflichtversicherung, sowohl bei einer gesetzlichen Krankenkasse oder bei einer privaten Pflegeversicherung, reichen für die stationäre Pflege in der Regel nicht aus, um die Heimkosten zu decken (siehe Beispiel unten).

Etwa 30 % der Patienten in Pflegeheimen seien zusätzlich oder vollständig abhängig von Sozialhilfe, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste, Bernd Tews, zu Beginn der Messe Altenpflege 2015.

Beispiel

Der monatliche Eigenteil für die stationäre Pflege kann in Pflegestufe II 1.900 € betragen (Heimkosten 3.230 € abzüglich 1.330 € aus der Pflegepflichtversicherung). In zwei Jahren Pflegebedarfszeit wären 45.600 € aufzubringen.

Wenn das eventuell verfügbare Vermögen aufgebraucht ist, muss unter Umständen das eventuell vorhandene Eigenheim verkauft werden. Andernfalls übernimmt das Sozialamt zunächst die Kosten. Die Behörde versucht dann allerdings, sich das Geld von den Angehörigen zurückzuholen. Diese werden im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten zur Kostendeckung herangezogen.

Geldwerte Ratgeber für Finanzfüchse

Weitere News zum Thema

  • Wenig Vertrauen in das Gesundheitssystem

    [] (verpd) Eine Befragung für eine aktuelle Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sieben von zehn Bürgern Angst davor haben, selbst pflegebedürftig zu werden. Viele sind zudem unsicher, mit welchen Kosten sie im Falle des Falles rechnen müssen. mehr

  • Offizieller Onlineratgeber zur Pflege

    [] (verpd) Die Regelungen, welche Leistungen Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen zustehen, sind in vielen Bereichen sehr komplex und damit erklärungsbedürftig. Das von jedem Bürger kostenfrei abrufbare Onlinetool des Bundesministeriums für Gesundheit, der sogenannten Pflegeleistungs-Helfer, informiert insbesondere darüber, welche gesetzlichen Leistungen es für eine ambulante Pflege gibt. Zudem informiert das Tool, was gilt, wenn mehrere Leistungen in Anspruch genommen werden. mehr

  • Was sich in 2017 für Pflegebedürftige ändert

    [] (verpd) Zum 1. Januar 2017 wird es aufgrund des bereits in Kraft getretenen zweiten Pflegestärkungsgesetzes diverse Änderungen bei der gesetzlichen Pflegeversicherung geben. So gibt es eine Änderung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs, also der Festlegung, wann eine Person als pflegebedürftig gilt. Zudem werden die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung geändert. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.