Pflegeheimbenotung mangelhaft

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Pflegeheime und Pflegedienste werden seit einiger Zeit einer Qualitätsprüfung unterzogen und anschließend benotet. Dieser Pflege-TÜV sorgt für mehr Transparenz bei den Angeboten von Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten und erleichtert die Suche nach einer guten Pflegeeinrichtung.

Benotet werden vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) vier Qualitätsbereiche:

  • Pflege und medizinische Versorgung,
  • Umgang mit Demenzkranken,
  • soziale Betreuung und Alltagsgestaltung sowie
  • Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene.

Die Bewertung reicht von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft). Kritiker monieren, dass alle Prüfkriterien gleich gewichtet sind. Eine 5 wegen unbehandelter Druckgeschwüre lässt sich z.B. durch eine 1 für einen gut lesbaren Speiseplan ausgleichen. Deshalb soll – so die Forderung der Kritiker – dieses Pflegebenotungssystem geändert werden. Eine unzureichende Flüssigkeitsversorgung sollte z.B. immer die Gesamtnote 5 nach sich ziehen.


Bei ersten Prüfungen hatten fast 70 Prozent der deutschen Pflegeheime die Noten 2 oder 1 erhalten, was nach Ansicht von Pflegeexperten ein zu positives Bild von den Zuständen in Pflegeheimen zeichnet.

Tipp
Schauen Sie sich die Ergebnisse des Qualitätsbereichs 1 "Pflege und medizinische Versorgung" mit seinen Unterpunkten an. Wenn in diesem Kernbereich schlechte Noten vergeben wurden, sollte man das betroffene Heim besser meiden. Machen Sie sich bei der Auswahl eines Pflegeplatzes unbedingt persönlich ein Bild von den Einrichtungen und Pflegern und sprechen Sie mit Bewohnern.

 

 

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