Pflegeaufwand jetzt direkt von der Steuer abziehbar

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Die Pflegekosten für Pflegebedürftige in Familien können ab sofort bei der Steuer einfacher abgezogen werden. Bis zu 20% dieser Kosten sind neuerdings direkt von der Einkommensteuer absetzbar. Der Steuervorteil gilt für Gesamtkosten bis 20000,- Euro. Damit können nun auch zu Hause Gepflegte maximal 4000,- Euro von der Steuer abziehen, ohne dass sie einer Pflegestufe zugeordnet sein müssen.


Pflege und Betreuung zählen somit seit kurzem ebenso zu den haushaltsnahen Dienstleistungen wie etwa Haushaltshilfen für Reinigungsarbeiten und andere Dienste, die von Familienangehörigen erledigt werden könnten, also keinen ausgebildeten Fachmann erfordern.


Geänderte Vorschriften der Finanzämter stellen neuerdings klar, dass durch die Pflegekassen ausgezahltes Pflegegeld nicht auf den Steuervorteil abgezogen werden darf, da das Pflegegeld nicht zweckgebunden für bestimmte Aufwendungen ausgezahlt wird. Das gilt auch dann, wenn Angehörige für die Kosten aufkommen und das Pflegegeld an sie weitergeleitet wird.


Pflegebedürftige Menschen und ihre Familien brauchen nach den neuen Vorschriften keine Nachweise mehr über die Pflegebedürftigkeit vorzulegen. Für den vollen Steuerabzug ist das Vorliegen einer Pflegestufe nicht mehr erforderlich.


Die Steuervergünstigung hilft somit nun auch all jenen, die für Pflege und Betreuung professionelle Dienstleister einschalten, aber keiner Pflegestufe zugeordnet sind, etwa weil ihr Grundpflegebedarf unterhalb von Pflegestufe I liegt, aber eine demenzielle Erkrankung eine zeitintensive Beaufsichtigung und Betreuung nötig macht.

Tipp
Pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen, die gelegentlich zusätzlich einen professionellen Pflegedienst beauftragen, können nun in vollem Umfang von der Steuervergünstigung profitieren, gleichgültig ob sie Pflegegeld beziehen oder nicht.

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