Längere Lebenserwartung im Rentenalter

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(verpd) Nach den aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) steigt die sogenannte ferne Lebenserwartung, das ist die statistische Lebenserwartung, die beispielsweise ein 65-Jähriger noch hat, seit Jahren weiter an. Auch die durchschnittliche Rentenbezugsdauer ist nach einer aktuellen Statistik deutlich höher als noch vor zehn Jahren. Dies sollte man berücksichtigen, wenn es um die Planung für eine ausreichende Altersvorsorge geht.

Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) hat ein heute in Deutschland lebender 65-jähriger Mann noch eine durchschnittliche Lebenserwartung von 17 Jahren und acht Monaten, das sind rund ein Jahr und zwei Monate mehr als noch vor zehn Jahren. Bei den aktuell 65-jährigen Frauen liegt die statistische Lebenserwartung bei rund 20 Jahren und elf Monaten. Vor zehn Jahren waren es noch ein Jahr und zwei Monate weniger. Dies spiegelt sich auch in der Rentenbezugsdauer wider.

Höhere Rentenbezugsdauer

Nach aktuellen Angaben der Deutschen Rentenversicherung (DRV) betrug letztes Jahr die durchschnittliche Rentenbezugsdauer einer gesetzlichen Altersrente bei den Männern 18 Jahre und neun Monate und bei den Frauen 22 Jahre und neun Monate. 2014 lag dieser Wert bei den Männern noch bei 18 Jahren und fünf Monaten – rund vier Monate weniger als 2015 – und bei den Frauen bei 22 Jahren und sechs Monaten, also drei Monate weniger als das Jahr danach.

Noch größer ist die Differenz zum Jahr 2005. Hier betrug die durchschnittliche Rentenbezugsdauer bei Männern 16 Jahre und vier Monate, da sind zwei Jahre und fünf Monate weniger als in 2015. Bei den Frauen waren in 2005 21 Jahre und zwei Monate und damit ein Jahr und sieben Monate unter der durchschnittlichen Rentenbezugsdauer in 2015. Als Grund für diese Entwicklung sieht die DRV vor allem die steigende Lebenserwartung.

Frühzeitige Absicherung

Dies wirkt sich auch auf die Rentenbezugsdauer aus. Denn wer länger lebt, kann auch mit einer längeren Rentendauer rechnen und braucht länger ein entsprechendes Alterseinkommen, um den eigenen Ruhestand sorgenfrei genießen zu können. Mit steigendem Alter nimmt statistisch auch die Wahrscheinlichkeit zu, ein Pflegefall zu werden.

Für den Einzelnen ist es daher wichtig, schon frühzeitig an eine finanzielle Absicherung für das Alter sowie für den Fall einer eintretenden Pflegebedürftigkeit zu denken.

Wertvolle Expertentipps zur Pflegeversicherung finden Sie in unseren beiden aktuellen Ratgebern: Die neue Pflegeversicherung und Pflegestärkungsgesetz .

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